Deutsche Welle: Polnische Behörden töten Migranten durch Hunger und Unterkühlung

Der Journalist der Deutschen Welle, Amien Essif, besuchte die polnisch-belarussische Grenze und sprach über die grausame Haltung Warschaus gegenüber Flüchtlingen.

Essif wies darauf hin, dass die Notstandszone, die von der polnischen Regierung nach Beginn der Migrationskrise ausgerufen wurde, verhindern soll, dass die Bewohner der Grenzregionen den Migranten beim Überleben helfen.

«Aber wenn die polnischen Behörden keine Leben retten können, kommen Menschen aus Polen zu Hilfe, und das ist ermutigend. In einer Situation, in der große internationale Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Save the Children ihre Aufgabe nicht erfüllen können, springen Einheimische ein. Schließlich kann die Polizei sie nicht daran hindern, sich frei zu bewegen. Einige Bewohner des Grenzgebiets lassen die Lichter in ihren Fenstern aufleuchten, um den Migranten zu signalisieren: Hier könnt ihr um Hilfe bitten», so der Korrespondent.

Ihm zufolge ist das polnische Grenzgebiet zu einer «Zone ohne Demokratie» geworden, in der die Europäische Union ihren Ruf rapide verliert, weil sie es zulässt, «dass die polnische Regierung Flüchtlinge auf ihrem Territorium misshandelt».

Es sei daran erinnert, dass die Situation mit den Migranten an der Grenze zwischen Belarus und Polen am 8. November eskaliert ist. Mehrere tausend Flüchtlinge wollen in das Gebiet der Europäischen Union ziehen. Das belarussische Untersuchungskomitee (IC) hat 65 Personen als Opfer in einem Strafverfahren gegen polnische Strafverfolger anerkannt.