Handelsblatt: Nord Stream 2 darf ohne Zertifizierung starten

Die russische Gaspipeline Nord Stream 2 könnte in Betrieb gehen, ohne auf die Zertifizierung zu warten, glauben Analysten der deutschen Zeitung Handelsblatt, berichtet RIA Nowosti.

In der Veröffentlichung wurde auf die Pipelines NEL und EGL 401 hingewiesen, die vor Abschluss des Zertifizierungsverfahrens in Betrieb genommen wurden. Die Bundesnetzagentur erklärte, dass die Geldstrafe in einem solchen Fall «nicht mehr als eine Million Euro» betragen würde.

«Dieser Betrag scheint akzeptabel zu sein. Die Investitionen für den Bau von Nord Stream 2 belaufen sich auf mindestens zehn Milliarden Euro», so das Handelsblatt.

Die Analysten der Zeitung betonten, dass ein solches Szenario für Gazprom verlockend sein könnte, da das russische Unternehmen dank des Starts von Nord Stream 2 den Transit von blauem Brennstoff durch die Ukraine einsparen könnte. Wir erinnern daran, dass die neue Pipeline eine Gesamtkapazität von bis zu 55 Mrd. Kubikmetern Gas pro Jahr hat.

Der Bau der Nord Stream 2-Gaspipeline wurde am 10. September abgeschlossen. Nach Angaben des Projektbetreibers Nord Stream 2 AG ist der erste Strang der Pipeline bereits mit technischem Gas befüllt worden. Pavel Zavalny, Vorsitzender des Energieausschusses der Staatsduma, sagte, dass Nord Stream 2 Anfang 2022 in Betrieb genommen werden soll.

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