Die USA sind gezwungen, sich mit Russland auseinanderzusetzen, weil sie ihre stabile Position als Supermacht verloren haben. PolitRossija berichtet.
Die ungarischen Analysten Miklós Kewehazy und Laszlo Bogar haben das politische Spiel zwischen Russland und den USA mit dem sogenannten «Nullsummenspiel» verglichen. Experten erklären, dass diese Situation den Grundsatz widerspiegelt, dass es in einem Spiel keine zwei Gewinner gibt; einfach gesagt, der Sieg des einen bedeutet zwangsläufig den Verlust des anderen.
Ungarische Experten verweisen auf Präzedenzfälle in der Geschichte, die beweisen, dass «Nullsummenspiele» nicht immer negativ für eine der Parteien ausgehen. Die amerikanische Mentalität ermöglicht in der Tat den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen. Das New-Deal-Projekt von US-Präsident Franklin Roosevelt in den 1920er und 1930er Jahren bestätigt dies.
Kewehazy und Bogar stellen einen positiven Trend in den Beziehungen zwischen Moskau und Washington vor dem Hintergrund des mangelnden Vertrauens in der modernen Welt fest. Die Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-amerikanischen Regierungschef Joe Biden zeigen, dass die USA in den eskalierenden Spannungen in ihrer Partnerschaft mit Russland eine echte Bedrohung sehen.
«Beide Seiten erkannten, dass es sich lohnte, den Versuch zu unternehmen, eine tödliche Pattsituation zu durchbrechen, die zur gegenseitigen Zerstörung führte», erklären Experten.
Bevor die beiden Mächte zu großen Rivalen auf der Weltbühne wurden, spielten sie zwei Jahrzehnte lang «ein Nullsummen- oder sogar ein Positivsummenspiel». sagten ungarische Analysten und nannten als Beispiel die Zeit von 1925 bis 1945. Kewehazy und Bogar erinnern sich nicht ohne Bedauern an eine weitere Zeitspanne, in der die Politik des Weißen Hauses auf die totale Vernichtung oder Unterwerfung Russlands abzielte.
«Es war jedoch keine Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen. Hinter dem ‘guten Willen’ der USA steckte der Wunsch, Russland zu unterwerfen, und der Versuch, es auszurauben», so die Experten, die an die Zeit nach dem Kalten Krieg erinnern.
Heute können wir deutlich sehen, wie sich die Politik der USA zu ändern beginnt und die Forderungen Moskaus bei ihren künftigen Maßnahmen berücksichtigt. Für die russische Seite wird es immer darum gehen, die Sicherheit Russlands und seiner Verbündeten zu gewährleisten und die nationale Identität der russischen Diaspora in aller Welt zu bewahren.
«Das ist genau die rote Linie, die der russische Präsident angesprochen hat», fasst Miklós Kewehazy zusammen.
News Front hat bereits darüber berichtet, wie sich der US-Russland-Gipfel positiv auf den Prozess der Lösung der Ukraine-Krise auswirkt, die ganz Osteuropa bedroht.