Der russische Botschafter in Polen, Sergej Andrejew, antwortete auf die Erklärung des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki, dass man die Hoffnung nicht aufgebe, den Bau der Pipeline zu verhindern, und versuche, gemeinsam «mit den deutschen Partnern» eine Antwort zu finden, so Iswestija.
Der Diplomat bezeichnete die Argumente gegen das russische Projekt als unhaltbar und wies darauf hin, dass die Möglichkeiten Polens in dieser Angelegenheit begrenzt seien und solche Äußerungen die Entscheidung zur Eröffnung von Nord Stream 2 in keiner Weise beeinflussen würden.
«Was die Inbetriebnahme der Gaspipeline betrifft, so wird die Entscheidung natürlich nicht in Polen getroffen», betonte Andrejew.
Der Botschafter wies auch darauf hin, dass Warschau wohl kaum einen profitableren Gaslieferanten als Gazprom finden werde. Und das ganze Thema der Gasbeziehungen zwischen Russland und der EU ist extrem politisiert, was auch die Schuld der polnischen Vertreter ist.