Handelsblatt-Kolumnist Jürgen Flauger ist der Meinung, dass es in Deutschland zu Stromausfällen kommen könnte, wenn Nord Stream 2 gestoppt wird, weil die Gaslieferungen aus Russland nicht ausreichen.
Seiner Meinung nach werden die Behörden nicht in der Lage sein, Atom- und Kohlekraftwerke wie geplant abzuschalten, da sie mit einem Mangel an blauem Brennstoff konfrontiert sind und Moskau der Hauptlieferant von Gas ist.
Gaskraftwerke seien zwar wetterunabhängig und funktionierten unter allen Bedingungen, aber ohne russisches Gas säße Deutschland im Dunkeln, so Flaugher.
Er wies auch darauf hin, dass Russland im Falle einer Blockade der Pipeline dazu übergehen könnte, in Asien nach Absatzmärkten zu suchen, was für Deutschland sehr nachteilig wäre.
Der Journalist erinnert daran, dass Russland immer ein zuverlässiger Gaslieferant war und seinen Verpflichtungen auch auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges stets nachgekommen ist. Daher forderte er die Behörden des Landes auf, die Streitigkeiten um Nord Stream 2 nicht zu verschärfen.