Moskau und Peking haben einen neuen Vertrag über die Lieferung von Pipelinegas unterzeichnet. Darin wurde vereinbart, weitere zehn Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr aus dem russischen Fernen Osten nach China zu pumpen.
Der russische Konzern Gazprom und die China National Petroleum Corporation (CNPC) haben am Freitag einen zweiten langfristigen Vertrag über die Lieferung von jährlich zehn Milliarden Kubikmetern Erdgas aus dem russischen Fernen Osten unterzeichnet. Der Schritt erfolgte während des offiziellen Besuches des russischen Präsidenten Wladimir Putin in China.
Nach Angaben von Gazprom ist das Abkommen «ein wichtiger Schritt zur weiteren Stärkung der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen Russland und China im Gassektor». Wenn das Projekt seine volle Kapazität erreicht, wird das Volumen der russischen Gaslieferungen nach China über die Fernostroute 48 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erreichen (einschließlich der Lieferungen über die Power of Siberia-Gaspipeline).
Gazproms größtes Erdgasvorkommen im Fernen Osten Russlands ist das Feld Juschno-Kirinskoje, dessen Förderung 2023 beginnen soll. Gazprom-Chef Alexei Miller erklärte:
«Die Unterzeichnung des zweiten Vertrags über die Lieferung von russischem Gas nach China zeugt von einem hohen Maß an gegenseitigem Vertrauen und Partnerschaft zwischen unseren Ländern und Unternehmen. Unsere chinesischen Partner von CNPC bestätigen, dass Gazprom ein zuverlässiger Gaslieferant ist.»
Nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow haben die russischen Energielieferungen nach China einen Rekordwert erreicht.