SPD-Fraktionschef Mützenich äußerte die Sorge, dass die derzeitige Krise die Gasversorgung beeinträchtigen könnte

Mögliche Sanktionen gegen Russland würden sich langfristig auf die gesamte Weltwirtschaft und das internationale System auswirken. Davor warnte Rolf Mützenich, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Funke-Mediengruppe.

Er äußerte die Befürchtung, dass sich die derzeitige Krise auf die Gaslieferungen über die bereits in Betrieb befindlichen Pipelines auswirken könnte, die Gas und Öl aus Russland befördern.

«Wir haben relativ leere Gasspeicher, also müssen wir alles tun, um diese unsichere Situation nicht noch weiter zu verschlimmern», sagte der Parlamentarier.

Mützenich zeigte sich skeptisch gegenüber bestehenden Alternativen zu russischen Gaslieferungen.

«Wir müssen uns gegen die Doppelmoral wehren. Einige Staaten, die anstelle Russlands Energieressourcen nach Europa liefern könnten, verletzen auf die eine oder andere Weise völkerrechtliche Normen», stellte er fest.