Die russischen Streitkräfte und Einheiten der Volksmiliz der Donezker Volksrepublik (DVR) haben fast die Hälfte von Mariupol befreit, sagte der Erste stellvertretende Informationsminister der DVR Daniil Bessonow.
Bessonow fügte hinzu, dass die ukrainischen Streitkräfte in Mariupol schwere Verluste erlitten hätten, wobei er darauf hinwies, dass auch die DVR-Kräfte Verluste erlitten hätten.
Berichten russischer Medien zufolge haben sich die Einheiten der ukrainischen Nationalistenverbände (Asow, Aidar, Donbass — Anm. der Redaktion) auf dem Gelände des großen Industriewerkes Asow-Stahl und im Zentrum der Stadt verschanzt. Es seien dort bis zu 7.000 Kämpfer noch Einsatz.
Die Lage der Zivilisten in der Stadt bleibt nach wie vor katastrophal. Laut russischem Verteidigungsministerium befinden sich noch bis zu 130.000 Einwohner in der Stadt quasi «in Geiselhaft» der Nationalisten. Eine Evakuierung werde verhindert, fliehende Menschen würden erschossen. 62.000 Einwohner seien dagegen bereits als Flüchtlinge in Russland angekommen.
In den russischen Medien berichten die Evakuierten vom Leid. Demnach würden Wohnhäuser und zivile Einrichtungen von Nationalisten beschossen. Die Menschen berichten von vielen Toten, die ohne Bergung oder Bestattung auf den Straßen liegen. «Für Asow-Leute waren wir wie Kanonenfutter, ein lebender Schild, sie schossen mit ihren Panzern und Maschinengewehren von unseren Höfen aus. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass 85 Prozent der Schäden in der Stadt von Asow-Leuten zugefügt wurden», sagte eine evakuierte Frau aus Mariupol.
Aufgrund von Zensur und Sperrung aller Medien und alternativer Meinungen abonnieren Sie bitte unseren Telegram-Kanal