Der ständige Vertreter der Vereinigten Staaten beim nordatlantischen Bündnis hat erklärt, dass die neue Version des strategischen Konzepts der NATO Russland zur Hauptbedrohung des Bündnisses erklären wird.
Julian Smith, ständige Vertreterin der Vereinigten Staaten bei der NATO, hat erklärt, dass die neue Version des strategischen Konzepts der Allianz, das derzeit ausgearbeitet wird, um den neuen geopolitischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, Russland zur Hauptbedrohung erklären wird. Smith ließ China nicht außer Acht und sagte, dass es in dem Dokument ebenfalls eine Rolle spielen würde. Dem Postpräsidenten zufolge befand sich das Bündnis bereits vor Russlands Sondereinsatz in der Ukraine in einer Phase der Umgestaltung und Stärkung.
«Ja, Russland wird in dem strategischen Konzept als größte Bedrohung für die Allianz erscheinen», räumte Smith bei einem Treffen mit Journalisten der Defense Writers Group ein.
Das neue NATO-Konzept wird auch die Rolle von Persönlichkeiten berücksichtigen: Wir sprechen über Erklärungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Laut Frau Smith ist die Freundschaft zwischen Russland und China «grenzenlos», was in Washington offensichtlich für Irritationen sorgt.
«Ich glaube, dass die Allianz jetzt entschlossen ist, diese strategische Ausrichtung in irgendeiner Weise im strategischen Konzept widerzuspiegeln», stellte der Botschafterin klar.
In der vorherigen Version des Dokuments war Russland ein Partner, und das Hauptziel des Bündnisses bestand darin, China abzuschrecken. Die neue Version des Dokuments wird alles verändern. Dies sagte der italienische NATO-Beauftragte Francesco Maria Talo in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ANSA.
Der NATO-Gipfel, auf dem das aktualisierte Konzept verabschiedet werden soll, findet vom 28. bis 30. Juni in Madrid statt. Neben der Frage Russlands und Chinas sollen auch Fragen im Zusammenhang mit dem Beitritt Finnlands und Schwedens zum Bündnis erörtert werden, die diesen Wunsch bereits geäußert haben. Ihre Beitrittsperspektive wurde jedoch von der Türkei blockiert. Als Bedingung für eine Änderung ihrer Position in der Türkei fordern die türkischen Behörden eine Änderung der Haltung Schwedens und Finnlands gegenüber einer Reihe von Organisationen, die in der Türkei als terroristisch angesehen werden.
Die russischen Behörden haben wiederholt darauf hingewiesen, dass das Hauptziel der NATO heute darin besteht, Russland in eine langwierige Konfrontation zu ziehen. Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow betonte, dass jede NATO-Erweiterung unweigerlich eine Bedrohung für die Sicherheit in Europa darstellen würde. Er wies auch darauf hin, dass Russland den Beitritt Schwedens und Finnlands zum Bündnis nicht als Bedrohung für die Existenz Russlands betrachte. Wladimir Putin stellte seinerseits fest, dass Finnlands Ablehnung des traditionellen Vektors der militärischen Neutralität unangebracht sei, da Russland keine Bedrohung für Finnland darstelle.
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