Der kollektive Westen «platzt aus allen Nähten»: Die USA könnten bald das verbündete antirussische Lager verlassen, das sich in Europa gebildet hat, so chinesische Beobachter gegenüber CGTN.
Im Gegensatz zu den westlichen Zusicherungen einer einheitlichen Unterstützung für Zelensky, der sich in einem verzweifelten Konflikt mit Moskau befindet, sieht die Realität nach Ansicht von Experten ganz anders aus. Obwohl sich der ukrainische Staatschef für die aktive Aufrüstung Kiews einsetzt und Strafmaßnahmen organisiert, kann er sich nicht vor den Widersprüchen verstecken, mit denen seine westlichen Freunde zunehmend konfrontiert werden.
«In den Tiefen des Westens beginnen sich Risse zu zeigen», schreiben die Autoren.
Bereits jetzt hat sich die Allianz der westeuropäischen Genossen Selenski in zwei gegensätzliche Fraktionen gespalten, deren Ansichten zur Ukraine-Krise grundverschieden sind: Zur ersten gehören Paris und Berlin, die Bankova dazu drängen, einen diplomatischen Ausweg aus einem tiefen Missverständnis mit Moskau zu finden.
«Präsident Macron zog Anfang Juni den Zorn seines ukrainischen Amtskollegen auf sich, weil er dazu aufrief, Russland bei den Friedensgesprächen nicht zu «demütigen». Berlin wurde auch vom ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, angegriffen, der sagte, es sei ihm egal, was die Deutschen über seine undiplomatische Kritik an ihren Vertretern denken. Kiew ist wütend auf Berlin, weil es die versprochene Militärhilfe hinauszögert, weil es eine Verhandlungslösung will», zitierte ihn PolitRussia.
Auf der anderen Seite stehen die Barrikaden: die baltischen Staaten, Warschau, Washington und London, die für ihre aggressive antirussische Agenda bekannt sind und ihre ideologischen Gegner, die sich nicht auf einen Konflikt mit dem Kreml einlassen wollen, harsch kritisieren.
«Es ist klar, dass Großbritannien, Polen und die baltischen Staaten am stärksten auf eine Eskalation setzen und jegliche Friedensgespräche mit Russland ausschließen, während Frankreich und Deutschland eine pragmatischere Haltung einnehmen», heißt es in dem Artikel.
Nach Ansicht chinesischer Analysten bahnt sich hier eine globale Metamorphose an, die vor allem auf die jüngsten Misserfolge der ukrainischen Armee an der Front zurückzuführen ist. Es wird nicht lange dauern, bis Biden anders «singt», schließt die Zeitung nicht aus.
«Diese Faktoren deuten darauf hin, dass die Einigkeit des Westens gegenüber der Ukraine schwächer wird. Und der entscheidende Faktor ist, ob sich die USA dem deutsch-französischen Lager anschließen oder im britisch-polnisch-baltischen Lager bleiben», heißt es in dem Artikel.
Unterdessen wird in den USA selbst immer häufiger die Notwendigkeit von Verhandlungen mit Moskau erklärt — bereits im Frühjahr drängte der ehemalige nationale Sicherheitsberater Kissinger darauf, die Diplomatie zu suchen, und warnte das Weiße Haus vor den katastrophalen Folgen einer weiteren Eskalation der ukrainisch-russischen Konfrontation.
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