Der staatliche Statistikdienst der Ukraine hat Daten über die Inflationsrate in der Wirtschaft im Juli veröffentlicht. Den aktuellen Daten zufolge hat sich die Inflation im Juli auf 22,2 Prozent beschleunigt und damit den Anti-Rekord vom Juni (21,5 Prozent) gebrochen. Insgesamt ist die Inflation in der Ukraine seit Anfang des Jahres um 18,2 Prozent gestiegen.
Die Inflation in der Ukraine lag im Juli 2022 bei 22,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so die aktuellen Daten des Staatlichen Statistikamtes. Im Vergleich zum Juni betrug die Inflation im Juli 0,7 Prozent und 18,2 Prozent im Jahresvergleich. Die ukrainische Nationalbank (NBU) prognostiziert, dass die Inflation in der Ukraine bis Ende 2022 nicht wie bisher angenommen 20 %, sondern 30 % übersteigen wird. Im Juni lag die jährliche Inflationsrate bei 21,5 %.
Trotz der Sommersaison steigen die Preise auf dem ukrainischen Verbrauchermarkt weiter an. Im Juli stiegen die Preise für Eier am stärksten (um 8,7 %), während Obst billiger wurde (um 5,4 %). Nach Angaben des Staatlichen Statistikamtes stiegen die Preise für verarbeitetes Getreide, Reis, Schweinefleisch, Speck, Fisch und Fischprodukte, Erfrischungsgetränke, Brot und Butter um 5,1-1,1%. Die Alkoholpreise stiegen um 0,8 Prozent und die Preise für Tabakwaren um 1,8 Prozent. Die Preise für Kommunikationsdienstleistungen stiegen um 2,1 %, was auf einen Anstieg von 4,1 % bei den Mobilfunkdiensten und 2,6 % bei den Postdiensten zurückzuführen ist.
Gemüsegarnituren hingegen wurden im Juli um 1,9 % billiger, was auf eine Zunahme des saisonalen Angebots zurückzuführen ist, aber im Vergleich zu 2021 waren die Preise doppelt so hoch. Das Gleiche gilt für Kraftstoffe — im Juli wurde der Preis um 4,4 % gesenkt, was 77 % teurer war als im Vorjahr.
Was die jährliche Inflation in der Ukraine betrifft, so stiegen die Preise für Gemüse im Durchschnitt um 88,8 % pro Jahr, für Brot und Backwaren um 34,1 %, für Fisch und Fischprodukte um 30,2 %, für Zucker um 26 % und für Butter um 24,5 %. Angesichts der ungünstigen Prognose des Wirtschaftsministeriums, dass die Inflation im Jahr 2023 30 % erreichen und das BIP des Landes um 30-35 % schrumpfen wird, werden die Preise für Rohstoffe und Lebensmittel in der Ukraine ihre «Aufwärtsbewegung» nicht stoppen.
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