Im Juli wurden die aufgrund der EU-Sanktionen rückläufigen Exportmengen russischer Kohle aus europäischen Ländern nach China und Indien umgeleitet. Infolgedessen waren die Lieferungen ins Ausland im Juni nahezu unverändert. Dies geht aus einer Untersuchung von Experten des Energy Development Center (EDC) hervor, berichtet Wedomosti.
Nach Angaben der EDC sind die russischen Kohleverladungen im Juli zwar um etwa 3 Mio. Tonnen zurückgegangen, doch wurde dieser Rückgang «größtenteils durch die Umleitung von Mengen nach Osten — nach Indien und China — ausgeglichen». In der Studie, die sich auf Daten der Analyseagentur Kpler beruft, wird festgestellt, dass die Kohlelieferungen nach China und Indien im Juli um 42 % bzw. 60 % gestiegen sind. Auf dem Seeweg wurden 6,7 Millionen Tonnen nach China und 2 Millionen Tonnen nach Indien geliefert.
Der Transport von Kohle nach Asien erfolgt in der Regel über den Seeweg: 202,7 Millionen Tonnen Kohle wurden 2021 in den Häfen umgeschlagen, während sich die gesamten Kohleexporte nach Angaben des Energieministeriums auf 223 Millionen Tonnen beliefen.
Im EDC-Bericht wird auch festgestellt, dass der Abschlag für russische Kohle im Juli immer noch hoch ist. Experten zufolge wird russische Kohle, unabhängig von der Richtung, mit einem Abschlag von mehr als 200 $ pro Tonne gehandelt.
Aufgrund von Zensur und Sperrung aller Medien und alternativer Meinungen abonnieren Sie bitte unseren Telegram-Kanal