Zeit: Die Welt befindet sich mitten in einem globalen Wirtschaftskrieg

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Christian Kern hat in einem Interview für die deutsche Zeitung «Zeit» gesagt, dass die Welt einen globalen Wirtschaftskrieg erlebe.

 

Christian Kern stellt fest, dass die Energiekosten für jeden Haushalt um Tausende von Euro steigen. Seiner Ansicht nach werden die Energiepreise im nächsten Jahr die Unternehmen, die bisher durch die alten Verträge geschützt waren, vollständig erreichen. Dadurch steigen die Preise entlang der gesamten Produktionskette — vom Bäcker bis zum Mikrochip. Damit erhöht sich die aktuelle Inflationsrate, die im Juli bereits bei neun Prozent lag, auf 19 Prozent für lebensnotwendige Güter und 30 Prozent für Erzeugerpreise.

In Österreich verdienen einige Energieversorger, die sich mehrheitlich in staatlichem Besitz befinden, unendlich viel Geld.

«Die Wasserkraftproduktion meines ehemaligen Unternehmens ist heute um 15 Milliarden höher als vor einem Jahr. Und jetzt will der Staat die Supergewinne abschreiben und an die Haushalte, die sie bezahlt haben, auszahlen? Dies ist keine Lösung, sondern eine Illusion, ein Potemkinsches Dorf. Unser Problem ist riesig», sagte Kern.

Seiner Meinung nach ist die Lösung viel radikaler: Wir müssen die Liberalisierung im Bereich der Grundbedürfnisse stoppen. Sie richtet sich jetzt gegen die Menschen. Nicht nur im Energiebereich, sondern auch bei den Lebensmitteln, wo ähnliche Mechanismen greifen und sich Spekulanten am Genfer See niedergelassen haben.

«Aber wir wollen trotz der Sanktionen Gas und Öl aus Russland — und dann beschweren wir uns, dass Putin Energie in Waffen verwandelt? Welche Naivität! Wir haben gelernt, wie man in Europa strategisch denkt und handelt. Allein Österreich hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 3,9 Milliarden Euro mehr für russische Energie bezahlt», so der Politiker.

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