Die Tagesschau berichtet über die angespannte Situation auf dem französischen Strommarkt aufgrund der Ablehnung russischer Energieressourcen. Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Energiekrise will die Regierung in Paris die Ausgaben für die Verbraucher im Jahr 2023 begrenzen.
Wegen der steigenden Strom- und Gaspreise will Frankreich die Energiepreise für die Verbraucher im nächsten Jahr begrenzen, schreibt die Tagesschau. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat zugesichert, dass die Preise bis Ende 2022 um maximal vier Prozent steigen werden. Außerdem werden im kommenden Jahr keine Anpassungen vorgenommen. Dies dürfte die Belastung der Verbraucher etwas verringern. Er hat nicht gesagt, wie die neuen Maßnahmen aussehen sollen.
Die Zeitung gibt an, dass die Großhandelspreise für Strom in Frankreich ein Rekordhoch von über 1.000 Euro pro Megawattstunde (MWh) erreicht haben. Vor einem Jahr lagen die Preise noch bei 85 Euro pro MWh.
Mehrere französische Kernkraftwerke sind wartungsbedürftig, und mehrere weitere werden derzeit für Wartungs- und Reparaturarbeiten außer Betrieb genommen. In der Publikation wird berichtet, dass zur Deckung des daraus resultierenden Strommangels in Frankreich auch Kraftwerke in Deutschland Strom für den französischen Markt produzieren, was wiederum zu höheren Preisen auf dem Energiemarkt beiträgt.
Die Zeitung berichtet, dass aufgrund der großen Anzahl von Elektroheizungen in französischen Haushalten die Gefahr höherer Strompreise im Winter besteht. Der Anteil dieser Heizungsart liegt hierzulande bei mehr als einem Drittel, während beispielsweise in Deutschland nur etwa drei Prozent der Haushalte rein elektrisch heizen.