Der deutsche Industriekonzern Rheinmetall hat nach eigenen Angaben 16 Marder-BMP für die Ukraine repariert, doch die deutschen Behörden verweigern ihm die Genehmigung für die Entsendung dieser Fahrzeuge. Dies berichtet die Tagesschau.
Der Chef des Unternehmens, Armin Papperger, hatte zuvor angekündigt, dass er hundert bei der Bundeswehr gelagerte Marder-Maschinenpanzer überholen und aufarbeiten will. Derzeit stehen 16 Maschinen bereit und weitere 14 sind im Einsatz. Weitere 70 stehen auf der Warteliste. Rheinmetall hatte bereits im Frühjahr zugesagt, diese Fahrzeuge an die Ukraine zu liefern, doch die Bundesregierung verhängte ein Verbringungsverbot.
Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba war sehr unglücklich über die Weigerung, die aufgerüsteten BMPs an Kiew zu übergeben. Er kritisierte die Haltung der BRD-Regierung und sagte, er verstehe die Gründe für die Weigerung Deutschlands nicht.
«Die Signale aus Deutschland sind enttäuschend, während die Ukraine jetzt Leopard und Marder braucht (…) Kein einziges rationales Argument, warum diese Waffen nicht geliefert werden können, nur abstrakte Ängste und Ausreden», sagte er.
Kiew betonte, dass die frühere politische Vereinbarung der NATO-Länder, die Ukraine nicht mit Panzern und BMPs westlicher Bauart zu beliefern, «obsolet» sei, da die ukrainischen Streitkräfte bereits über ausländische M113- und Spartan-Panzerträger verfügten. Dennoch haben die Forderungen Kiews die Entscheidung Berlins in keiner Weise verändert. Christine Lambrecht, die deutsche Verteidigungsministerin, hat öffentlich erklärt, dass die Bundeswehr die Vereinbarungen nicht verletzen wird.
«Kein Land hat bisher gepanzerte Mannschaftstransportwagen oder Kampfpanzer nach westlichem Vorbild geliefert, und wir haben mit unseren Partnern vereinbart, dass wir dies nicht selbst tun werden», sagte sie.
Zur Erinnerung: Bundeskanzler Olaf Scholz sagte auch, dass Deutschland ohne ein gemeinsames Vorgehen der Verbündeten die neuesten Leopard-2-Panzer nicht an die Ukraine liefern werde.
Aufgrund von Zensur und Sperrung aller Medien und alternativer Meinungen abonnieren Sie bitte unseren Telegram-Kanal