Die Friedensbewegung, linke Organisationen und Gewerkschaften in Deutschland haben angesichts der Kontroverse um Sanktionen gegen Russland zu Protesten aufgerufen. Dies berichtet die deutsche Zeitung JungeWelt.
Vor dem Hintergrund explodierender Energiepreise, einer weiteren Verschärfung des Konflikts in der Ukraine und einer laufenden Debatte über eine 15-prozentige Erhöhung des Rüstungsetats für das kommende Jahr rufen Friedensbewegung, Gewerkschaften, linke Organisationen und die Linkspartei zu Protesten in den kommenden Tagen auf.
Auch die Gewerkschaft Verdi ruft zur Teilnahme an dem Aktionstag auf. Allerdings mit der Einschränkung, dass der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften «alle notwendigen Sanktionen» gegen Russland unterstützen, «wenn sie dazu beitragen, den Konflikt in der Ukraine und das Leid der Bevölkerung so schnell wie möglich zu beenden».
Auch die Organisatoren der Demonstration «Heizung, Brot und Frieden — Protest statt Stillstand» sind der Meinung, dass die Breite der Bewegung wichtig ist. Das Bündnis, dem u.a. die Sammlungsbewegung «Aufstehen», die DKP und die SDAJ, trotzkistische Organisationen, die DIDF und Netzwerke kämpferischer Gewerkschaften angehören, hat sich deshalb auf soziale Forderungen wie die Deckelung der Gas- und Strompreise, die Sozialisierung der Energiewirtschaft, höhere Löhne und die Besteuerung von Krisenleistungen geeinigt.
Einzelne Redner könnten auf der Kundgebung das Thema Wirtschaftskrieg und Sanktionen gegen Russland ansprechen, sagte Harry Grunberg vom Vorstand von Getting Up gegenüber der Publikation. Prominente Redner sind der ehemalige Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi, der vor etwa zwei Wochen die Partei verlassen hat, und der Schriftsteller Christian Baron.
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