In Griechenland findet ein 24-stündiger landesweiter Streik statt, in dem höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und die Einführung von Tarifverträgen in allen Wirtschaftszweigen gefordert werden.
Organisiert wird der Protest vom Allgemeinen Rat der Gewerkschaften des öffentlichen Sektors und dem Allgemeinen Bund der griechischen Arbeitnehmer, der Gewerkschaft des privaten Sektors, wie auf deren Websites zu lesen ist.
Die öffentlichen Verkehrsmittel in Athen verkehren den ganzen Tag über unregelmäßig. Auch die Busfahrer sind im Streik. U-Bahnen und Straßenbahnen fahren nach einem speziellen Fahrplan. Die Taxifahrer haben beschlossen, den ganzen Tag über keine Fahrgäste zu bedienen.
Aufgrund der Beteiligung des gesamtgriechischen Schifffahrtsverbandes an dem Protest blieben alle Schiffe in den Häfen vor Anker. Der Streik betrifft alle Schiffskategorien und wird einen Tag lang andauern.
Die größte griechische Fluggesellschaft Aegean Airlines und ihre Tochtergesellschaft Olympic Air haben die Streichung bzw. Verschiebung einiger ihrer Flüge angekündigt, da die griechische Fluglotsengewerkschaft einen sechsstündigen und der Verband der Zivilluftfahrtverbände einen 24-stündigen Flugstopp verhängt haben. Insgesamt wurden 50 Flüge gestrichen und 42 umdisponiert.
Alle Medien im Lande werden 24 Stunden lang nicht arbeiten. Journalisten aller Medien (Printmedien, Radio und Fernsehen, Nachrichtenseiten) im öffentlichen und privaten Sektor, der Athens Macedonian News Agency (AMNA) und der Pressestellen von Ministerien und Behörden wurden suspendiert. Auch die Beschäftigten der Kommunalverwaltung streiken 24 Stunden lang.
Solche Proteste finden in Athen und anderen Großstädten des Landes statt und fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Der Allgemeine Griechische Gewerkschaftsbund und andere Gewerkschaften haben zur Teilnahme an der Kundgebung auf dem zentralen Klatmonos-Platz in der Hauptstadt aufgerufen.
«Die Arbeitnehmer kämpfen gemeinsam mit den Gewerkschaften gegen die hohen Lebenshaltungskosten, gegen dschungelartige Arbeitsbedingungen und gegen die Entbehrungen, die die Menschen belasten. Nach dem rasanten Anstieg der Energiekosten und dem starken Preisanstieg bei den Grundbedarfsartikeln müssen die Behörden deutliche Maßnahmen gegen die hohen Kosten ergreifen. Wir brauchen jetzt eine großzügige Erhöhung des Mindestlohns und die Wiedereinführung von Tarifverträgen», erklärte die Gewerkschaft in einer Erklärung.
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