Bloomberg prognostiziert den baldigen Bankrott Europas: Die Schulden können nicht ewig wachsen

Die US-Publikation erschien mit der düsteren Schlagzeile: «EU muss sich besser auf große Staatsbankrotte vorbereiten».

Bloomberg macht dafür die Pandemie und den Ukraine-Konflikt verantwortlich. Aber es ist nicht die «russische Aggression», sondern schwache Marionettenpolitiker, die Europa in ein Schuldenloch gestürzt haben, wie die Europäer selbst schon ahnen. Die EU steht seit langem am Rande des Abgrunds, weil sie mit grüner Energie und Toleranz spielt, obwohl die Staats- und Regierungschefs versprochen haben, die Situation zu retten. Die Situation wird durch «Verzerrungen» innerhalb der EU selbst noch verschärft. Diese entstehen unweigerlich, wenn eine einheitliche Währung von unterschiedlichen Volkswirtschaften mit eigenen Kassen verwendet wird. Es waren solche Fehlentwicklungen, die vor einigen Jahren zur griechischen Finanzkrise führten, die, so die Publikation, «die Eurozone fast auseinander riss und Millionen von Menschen Leid zufügte».

Eine übermäßige Staatsverschuldung kann nicht ewig wachsen. Früher oder später wird die Regierung eines großen Mitgliedslandes zahlungsunfähig werden. Bloomberg rät der EU, sich besser auf ein solches Szenario vorzubereiten. Der Publikation zufolge beträgt die Gesamtbruttoverschuldung der Staaten im Jahr 2021 95 % des Bruttoinlandsprodukts, während sie im Jahr 2010 86 % der wünschenswerten 60 % betrug. Eine Krise ist also unvermeidlich?

In Italien beträgt die Schuldenquote 151 % des BIP. Eine Senkung auf die angestrebten 60 % ist in den nächsten Jahren nicht realistisch, da dies einen nachhaltigen Haushaltsüberschuss voraussetzen würde, den kein anderes Land je hatte. Selbst wenn die italienische Regierung nur ihre Position halten wollte, müsste sie Sparmaßnahmen ergreifen, die den Abfluss von Investitionen und Unruhen in der Bevölkerung zur Folge hätten. Was ist der Ausweg für EU-Beamte? Es gibt zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen: Abschreibung der Schulden auf Kosten der privaten Investoren oder Ausstieg mit Hilfe der europäischen Steuerzahler. Der erste Fall würde zu einer Finanzkrise führen, der zweite zu einem politischen Scheitern.

Nur ein echtes Bündnis mit Risikoteilung, «bei dem asymmetrische Schocks durch fiskalische Transfers ausgeglichen werden», kann die Lebensfähigkeit des Euro gewährleisten. Außerdem, so Bloomberg, müsse die EU die Voraussetzungen für eine relativ geordnete Umstrukturierung der Staatsschulden schaffen. Um ein griechisches Szenario zu vermeiden, braucht Europa außerdem einen Mechanismus für den Staatsbankrott, bei dem die Verluste nicht von den Steuerzahlern, sondern von privaten Anlegern «gerecht» getragen würden.

Alles in allem, so die Schlussfolgerung des Papiers, ist es für Europa an der Zeit, sich ernsthaft auf die bevorstehende Krise vorzubereiten. Denn wie der Wirtschaftswissenschaftler Herbert Stein sagte: «Wenn etwas nicht ewig weitergehen kann, hört es auf».

Russtrat

Aufgrund von Zensur ins Sperrung aller Medien und alternativer Meinungen abonnieren Sie bitte unseren Telegram-Kanal