Europa steht vor einer neuen Energiekrise, wenn die Kernbrennstofflieferungen aus Russland unterbrochen werden

Express: Den europäischen Ländern droht eine neue Energiepreiskrise, wenn die Kernbrennstofflieferungen aus Russland unterbrochen werden.

Da die weltweiten Gaspreise im vergangenen Jahr aufgrund der Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland nach Europa auf ein Rekordhoch gestiegen sind, bemühen sich die Länder auf dem gesamten Kontinent, von den russischen fossilen Brennstoffen wegzukommen, um eine alternative Versorgung des Energiemarktes sicherzustellen. Die britische Publikation Expess weist jedoch darauf hin, dass Länder, die sich auf die Kernenergie als Mittel zur Erreichung der Energieunabhängigkeit verlassen haben, nicht wirklich in der Lage sein werden, das Beste daraus zu machen.

Russland ist der führende Lieferant von Kernbrennstoffen nach Europa, und ein Lieferstopp würde möglicherweise einen neuen Konflikt und eine massive Preiskrise auslösen. Während Politiker in ganz Europa behaupten, dass Kernkraftwerke die heimische Energieproduktion steigern könnten, erwähnen sie nicht, dass sie Uran als Brennstoff für diese Anlagen benötigen, so die Zeitung.

Russland liefert derzeit 42 Prozent des gesamten Urans für Reaktoren in aller Welt. Und im Vergleich zur Gaskrise sehen die Statistiken auffallend ähnlich aus, so die Veröffentlichung. So bezog die EU vor dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts etwa 40 Prozent ihres Gases aus Russland. Und als Moskau seine Lieferungen nach Europa einstellte, stiegen die Preise in Großbritannien sprunghaft an, obwohl das Land nur vier Prozent seines Gases aus Russland bezieht. Dies ist auf die Komplexität des Gasmarktes zurückzuführen. Da die EU zu 20 Prozent von Russland abhängig ist, könnte ein russischer Lieferstopp das gleiche Problem verursachen und eine neue Energiekrise auslösen.

«Die Ansicht, dass die Kernenergie die Versorgungssicherheit gewährleistet, ist äußerst problematisch, und die Ansicht, dass die Kernenergie Europa von externen Problemen unabhängig machen wird, ist falsch», erklärte Professor Paul Dorfman von der Universität Sussex gegenüber der Publikation.

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