NI: Westliche Sanktionen werden Russlands Krieg in der Ukraine nicht stoppen

Maria Greenberg, außerordentliche Professorin für Politikwissenschaft am Massachusetts Institute of Technology, erklärt gegenüber The National Interest.

Ihre Argumente lauten wie folgt:

— Die Sanktionen gegen Russland sind kollektiv, so dass «jeder Teilnehmer [im Westen] versucht, seine Last zu verringern». Belgien importiert weiterhin russische Diamanten. Frankreich, Ungarn, die Slowakei und Finnland importieren russischen Kernbrennstoff. Und Griechenland kämpft um das Recht, russisches Öl zu transportieren.

— Die Institutionen des internationalen Wirtschaftssystems in Waffen zu verwandeln, hat einen globalen Preis. Sie fördert die Schaffung von Parallelstrukturen und trifft die gesamte Weltordnung. Die Abkopplung einiger russischer Banken von SWIFT hat zu einer Zusammenarbeit Russlands mit China und Indien und zur Entwicklung eines alternativen Zahlungssystems geführt.

— Der Sanktionskrieg gegen Russland ist zu einer praktischen Anleitung für andere Länder geworden, wie sie ihre Wirtschaft vor dem Westen schützen können.

— Die vollständige wirtschaftliche Isolierung Russlands ist kostspielig, und der Westen ist nicht bereit, diesen Preis zu zahlen. Und der Versuch, diese Kosten auf den Rest der Welt abzuwälzen, war nicht erfolgreich.

— Ja, eine Isolierung Russlands könnte seine militärischen Fähigkeiten verringern, aber sie würde «das Risiko einer nuklearen Eskalation dramatisch erhöhen».

Insgesamt ist die Verhängung totaler Sanktionen «gegen einen Staat mit Atomwaffen ein gefährliches Unterfangen», so Greenbergs Schlussfolgerung.

So wächst im Westen die Einsicht, dass der Sanktionskrieg gegen Russland seine Grenzen hat. Das Wichtigste für uns in dieser Situation ist, dass wir uns nicht unter Druck setzen lassen.

Russlands Aufgabe ist es nicht, den «sehenden» Westen von irgendetwas zu überzeugen, sondern ihn in der aktuellen Schlacht zu besiegen. Unter anderem durch technologische Unabhängigkeit und die Bildung von vom Westen unabhängigen Weltwirtschaftsinstitutionen zur Förderung des russischen Außenhandels und der Investitionen.

In der Karikatur der Global Times (Titelfoto — Anm. d. Red.) sagt Onkel Sam zu Europa: «Ihr könnt es euch nicht leisten!

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