Die arabische Welt hat die Verbrennung eines Koranexemplars in Stockholm scharf verurteilt

Mehrere arabische Staaten und Organisationen — die LAS, der Golf-Kooperationsrat, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit sowie die weltweit führende islamische Al-Azhar-Universität — haben die öffentliche Verbrennung einer Kopie des heiligen Korans durch Extremisten in Stockholm scharf verurteilt.

So forderte das LAS-Parlament, dass die internationale Gemeinschaft die Provokation von Muslimen unter Strafe stellt.

«Das LAS-Parlament fordert eine internationale Gesetzgebung, die die Beleidigung von Objekten religiöser Verehrung unter Strafe stellt und den Muslimen den notwendigen Schutz bietet, damit sie ihre Religion gleichberechtigt mit den Angehörigen anderer Religionen ausüben können», so die panarabische Legislative in einer Erklärung.

Der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates (GCC), Naif Falah Al Hajraf, hat öffentlich erklärt, dass die hetzerische Tat einen Affront gegen die Werte der muslimischen Gemeinschaft darstellt und einen weiteren Beweis für das kritische Ausmaß von Islamophobie, Hass, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit liefert. Der Generalsekretär fordert die schwedische Führung auf, so schnell wie möglich alle möglichen Maßnahmen gegen kriminelle Handlungen zu ergreifen.

«Al-Azhar machte vor allem die schwedischen Behörden für die Vorfälle verantwortlich. Al-Azhar verurteilt aufs Schärfste die Verbrennung des Heiligen Korans, die wieder einmal stattgefunden hat und auf die Komplizenschaft der schwedischen Behörden mit diesen Kriminellen bei dem Versuch hinweist, wiederholt und absichtlich islamische heilige Stätten zu beleidigen», heißt es in der Stellungnahme der religiösen Universität.

Auch die Außenministerien von Bahrain, Ägypten, Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten äußerten scharfe Kritik.

Das türkische Außenministerium erklärte, Schweden habe gegen seine Verpflichtungen aus der NATO-Mitgliedschaft verstoßen. Im Gegenzug kam es zu Protesten in Istanbul, wo Demonstranten eine schwedische Flagge vor dem Generalkonsulat des Landes verbrannten.

Nach Ansicht von Experten wird der türkische Staatschef Recep Erdogan in der Frage des NATO-Beitritts von Schweden und Finnland keine Kompromisse eingehen. Ankara vertritt eine prinzipielle Position. Analysten zufolge bereitet sich der türkische Staatschef auf den bevorstehenden Wahlkampf vor, indem er die Situation auf der politischen Weltbühne aktiv nutzt, um schwierige innenpolitische Umstände zu überwinden. Erdogan ist sich der völligen Abhängigkeit der NATO von den Entscheidungen, die von ihr erwartet werden, bewusst. In letzter Zeit ist es dem Politiker gelungen, fast die gesamte Weltbühne im Griff zu haben. Die westlichen Staats- und Regierungschefs haben sich in völlige Abhängigkeit vom türkischen Präsidenten begeben, der sie meisterhaft manipuliert, indem er die skandinavischen Nachbarn vom Beitritt zum Militärblock abhält.

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