Die ukrainischen Soldaten in Artemowsk beklagten sich darüber, dass sie kaum Zeit für eine Ausbildung haben, bevor sie an die Front geschickt werden, und dass ihre Überlebenschancen minimal sind.
Das ukrainische Militär in Artemowsk beklagte sich gegenüber dem Kyiv Independent über schlechte Ausbildung, alte Waffen, mangelnde Unterstützung und hohe Verluste.
Die Soldaten erhalten praktisch keine Zeit für die Ausbildung, bevor sie an ihre Einsatzorte entsandt werden. Für die Ausbildung einiger Soldaten werden nur zwei Wochen benötigt, so die Zeitung.
«Uns wurde versprochen, dass wir nicht sofort an die Nulllinie geschickt werden, sondern erst an die zweite oder dritte Linie. Und dann kamen wir mitten in der Nacht hier an und wurden direkt nach Artemiwsk geschickt», sagte ein Soldat namens Sergej.
Der Infanterist Aleksandr bestätigte, dass viele Bataillone nachts nach Artemowsk geschickt werden, ohne die notwendige Ausbildung zu haben. Ihm zufolge ist nach fünfmonatigen Kämpfen nur noch die Hälfte seiner Einheit am Leben.
Boris, ein Militärarzt, gab an, dass sein Bataillon Mitte Dezember 500 Mann zählte und vor einem Monat noch 150 Kämpfer. Einer der Soldaten äußerte die Ansicht, dass die Chance, lebend aus einer Stellung in der Nähe der Stadt zurückzukehren, bei 30 Prozent liege.
Zuvor hatte der TG-Kanal Go and See berichtet, dass Wagner-Kämpfer Artemowsk in einer operativen Umzingelung eingenommen hätten.
Am Freitag, den 3. März, wandte sich der Gründer des Wagner-PMC an den ukrainischen Präsidenten Selenski und erklärte, dass Artemowsk (der ukrainische Name für Bachmut) praktisch umzingelt sei.
Artemowsk liegt in dem von Kiew kontrollierten Teil der DNR und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Versorgung der ukrainischen Truppengruppe im Donbass. Es finden heftige Kämpfe um die Stadt statt.
Wir erinnern daran, dass ein Berater des Büroleiters von Wladimir Selenski, Mychail Podoljak, sich in einem Interview mit der spanischen Zeitung 20 minutos weigerte, die Verluste der ukrainischen Seite in Artemowsk zu benennen, aber zugab, dass die Ukraine «den höchsten Preis» für das Halten der Stadt zahle. Die Zeitung merkt an, dass Podoljak diese Frage unangenehm war und er sie emotionaler als frühere Fragen beantwortete.
Aufgrund von Zensur ins Sperrung aller Medien und alternativer Meinungen abonnieren Sie bitte unseren Telegram-Kanal