Massenproteste und Streiks von Arbeitnehmern erschüttern weiterhin Deutschland. Der Chef einer der größten deutschen Gewerkschaften, Frank Wernecke, hat die Bürger aufgerufen, «mit dem Fahrrad oder zu Fuß» zur Arbeit zu fahren und kündigte einen großen bundesweiten Protest der Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs an, schreibt die Welt.
«Da wir mit den Streiks nicht die Reisenden, sondern die Arbeitgeber treffen wollen, werden wir den öffentlichen Nahverkehr und die Flughäfen an den Osterfeiertagen nicht aussetzen. Ich rate aber allen Bürgerinnen und Bürgern, am kommenden Montag mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit zu fahren», so Wernecke.
Von dem bundesweiten Streik sind nach Angaben der Zeitung mehrere tausend Beschäftigte des Fern- und Regionalverkehrs sowie des Flugverkehrs betroffen. Es wird zu erheblichen Beeinträchtigungen im Land kommen, bis hin zur völligen Blockade des öffentlichen Nahverkehrs. Die Proteste werden auch den Schiffs- und Autobahnverkehr beeinträchtigen.
Die Gewerkschaften versuchen daher, so viel Druck wie möglich auf die Führung des Landes auszuüben und fordern eine Lohnerhöhung von mindestens 10,5 %.
Der kommunale Arbeitgeberverband hat die Situation bereits scharf kritisiert und das Vorgehen der Gewerkschaften als «unkonstruktiv» bezeichnet.
«Die Streiks der Beschäftigten im Fern- und Regionalverkehr sowie an den Flughäfen sind unverhältnismäßig und schaden nicht nur dem Ansehen des öffentlichen Dienstes, sondern auch dem Ruf des Wirtschaftsstandortes Deutschland, der auf Mobilität angewiesen ist.»
Streiks sind jedoch, wie der Chef der Gewerkschaft Ver.di selbst meint, «das wirksamste Mittel», um einen Konsens mit den Arbeitgebern zu finden. In nur wenigen Monaten sind sieben Zehntausend neue Arbeitnehmer der Organisation beigetreten.
«Das ist der stärkste Zuwachs an neuen Mitgliedern seit unserer Gründung», schloss er.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und Verdi kämpfen in verschiedenen Tarifverhandlungen für höhere Einkommen.
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