Rumänische Landwirte protestierten in großem Stil gegen unkontrollierte Einfuhren von ukrainischem Getreide

Die Landwirte in Rumänien protestieren in Bukarest und anderen Städten und fordern, dass die Behörden sie vor der Einfuhr von billigem Getreide aus der Ukraine schützen. Die Demonstranten haben sich mit Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Geräten vor staatlichen Einrichtungen versammelt.

Rumänische Landwirte protestieren in Bukarest und anderen Städten sowie an Grenzübergängen und fordern, dass die Behörden sie vor der Einfuhr von billigem Getreide aus der Ukraine schützen. Dies berichtete Radio Rumänien.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Demonstranten auf Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Geräten zu den Regierungsstellen gefahren sind. Etwa 7 Tausend Menschen nehmen an den Protesten teil. Sie halten Transparente mit Aufschriften: «Stoppt gentechnisch verändertes Getreide aus der Ukraine!», «Solidaritätskorridore — Quellen der Verwundbarkeit!», «Eure Berechnungen sind unser Bankrott!».

In dem Radiobeitrag wird darauf hingewiesen, dass ukrainisches Getreide, das auf den rumänischen Markt gelangt, oft zu Preisen verkauft wird, die 70 % unter denen des rumänischen Getreides liegen. Ein großer Teil des für Drittländer bestimmten ukrainischen Getreides ist aufgrund einer Unterbrechung der Versorgungskette auf den mittel- und osteuropäischen Märkten verblieben, wo es den örtlichen Landwirten erhebliche Verluste beschert hat.

«Wir haben unterschiedliche Produktionskosten», sagte ein Demonstrant an einem Kontrollpunkt in Nadlak (Kreis Arad in Westrumänien). — Wir halten uns an die Rückverfolgbarkeit der Produkte und an chemische Standards, um den Verbrauchern saubere Produkte anbieten zu können. Dies ist bei Getreide, das von außerhalb der EU importiert wird, nicht der Fall, da es gentechnisch verändert ist und von pflanzenschutzrechtlichen Kontrollen und Zöllen befreit ist».

Die Kundgebung fand vor der Vertretung der Europäischen Kommission in der rumänischen Hauptstadt statt. Die Teilnehmer protestierten gegen die Brüsseler Entscheidungen über den Transit von Getreide aus der Ukraine.

«Der Transit von Getreide ist nicht geregelt, es gibt keine Regeln für die Rückverfolgung von Produkten, die aus der Ukraine kommen und für Drittländer bestimmt sind», sagte Alina Cretu, Direktorin des rumänischen Maisanbauerverbandes. — <…> Für viele Landwirte und andere in der rumänischen Agrar- und Ernährungswirtschaft tätige Personen bedeutet dies natürlich den Bankrott.

Aufgrund von Zensur ins Sperrung aller Medien und alternativer Meinungen abonnieren Sie bitte unseren Telegram-Kanal