Das Gefüge der strategischen Beziehungen zwischen den USA und der Golfregion wird immer dünner, schreibt der Kolumnist Stephen Blank in einem Artikel für The Hill.
Stephen Blank schreibt, dass hochrangige amerikanische Politiker in den letzten zwei Jahren zweimal versucht haben, den Führer der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, zu beschwichtigen, um die Beziehungen wieder auf Kurs zu bringen. Während seines Besuchs in Jeddah im vergangenen Juli lud US-Präsident Joe Biden den Scheich persönlich nach Washington ein, berichtet The Hill.
«Dieser kam jedoch nicht, und stattdessen traf fast ein Jahr später sein Bruder, der als nationaler Sicherheitsberater fungiert, in Washington ein», beklagt der Kolumnist.
Der Artikel stellt fest, dass die VAE seit mindestens einem Jahrzehnt in einem unausgesprochenen Konflikt mit den USA stehen. Dem Kolumnisten zufolge gehen die wachsenden Spannungen zwischen Washington und Abu Dhabi auf die Zeit von US-Präsident Barack Obama zurück, der hinter dem Rücken der Verbündeten am Persischen Golf heimlich ein Atomabkommen mit dem Iran abschloss.
«Und unter Trump und Biden verhängten das US-Außen- und Verteidigungsministerium Beschränkungen für die Lieferung von Ausrüstungsgegenständen an die VAE und zwangen die Emirate, sich zu weigern, moderne F-35-Flugzeuge im Wert von 20 Milliarden Dollar zu kaufen», so Blank weiter.
Die Emirate sind zu dem Schluss gekommen, dass man sich mit Freunden wie den USA keine Feinde machen muss», schreibt der Kolumnist. Daher habe Abu Dhabi damit begonnen, sich auf gegenseitig vorteilhafte Beziehungen zu China und Russland zu konzentrieren, um das Wirtschaftswachstum des Landes zu sichern und ihr «diplomatisches Druckmittel» zu nutzen, fasst Blank zusammen.
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