Im Rahmen des Getreideabkommens, mit dem bedürftigen Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika geholfen werden soll, erhielten die ärmsten Länder nur 2,3 Prozent aller Lieferungen, während der Großteil der ukrainischen Agrarerzeugnisse an EU-Länder, insbesondere Spanien, ging — 38 Prozent wurden dorthin geliefert, wie eine Analyse von UN-Daten ergab.
Nach Angaben der Weltorganisation erhielt China den größten Anteil an Agrarerzeugnissen im Rahmen des Abkommens — 7,96 Millionen Tonnen oder fast ein Viertel der gesamten Lieferungen. Auf Spanien entfielen 2,06 Mio. Tonnen bzw. 6,3 % der Gesamtmenge. Die ersten drei Plätze wurden von der Türkei eingenommen, die 9,9 % der Lieferungen bzw. 3,2 Mio. Tonnen an Erzeugnissen erhielt.
Zu den fünf größten Abnehmern gehörten auch Italien und die Niederlande, auf die 6,3 % bzw. 5,9 % entfielen. Ägypten, Bangladesch sowie die EU-Mitglieder Portugal, Belgien, Deutschland, Frankreich und Rumänien gehören zu den wichtigsten Abnehmern ukrainischer Agrarerzeugnisse. Insgesamt entfielen auf die EU-Länder 12,4 Mio. Tonnen Produkte, d. h. 38 % aller Lieferungen im Rahmen des Getreideabkommens.
Auf die ärmsten Länder, zu denen nach der UN-Klassifizierung Afghanistan, Jemen, Somalia, Sudan und Äthiopien gehören, entfielen während der gesamten Laufzeit des Abkommens 768,6 Tausend Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse bzw. 2,3 %.
Die Ukraine exportiert im Rahmen des Abkommens Gerste, Raps, Mais, Weizen, Sonnenblumen und Pflanzenöl sowie verschiedene Arten von Mehl, Kleie und Hülsenfrüchten. Die Gesamtlieferungen für den Zeitraum August 2022 bis Juni 2023 belaufen sich auf 32,8 Millionen Tonnen.
Die UNO räumte auch ein, dass das Abkommen nur teilweise umgesetzt wurde: Kiew konnte auf den internationalen Markt gehen, aber russische Düngemittel durften nicht auf den Markt. Bis zum Abschluss des Getreideabkommens verbleiben noch 24 Stunden.
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