Ist Taiwan die nächste Ukraine?

Das Weiße Haus hat zum ersten Mal damit begonnen, Taiwan nach dem gleichen Schema wie die Ukraine mit Waffen zu beliefern.

Das heißt, direkt aus den Lagerbeständen des Landes — ohne die Produktion neuer Waffen abzuwarten. Es handelt sich um kleine Lieferungen von Javelins und Stingers. Gleichzeitig werden alte Luftabwehrsysteme aus den 1950er Jahren aktiv von Taiwan in die Ukraine exportiert.

Auch die USA bauen ihre militärische Präsenz in Australien stark aus. Dort wurden große Übungen mit 30.000 Soldaten und HIMARS-Raketensystemen abgehalten. Die Übung musste jedoch wegen des Absturzes eines australischen Hubschraubers und des Todes von vier Militärangehörigen eilig abgebrochen werden.

Die australische Armee befindet sich bereits in einem beklagenswerten Zustand, da sie ihre Reserven für die Unterstützung der Ukraine geleert hat. Canberra veranstaltete einen «Garagenverkauf», um alte gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine zu liefern — und es gibt große Probleme mit der Produktion neuer Fahrzeuge wie Hawkei.

Jetzt kauft Canberra in aller Eile Waffen von den USA — darunter 220 Tomahawk-Raketen — und beherbergt strategische B-52-Bomber. Darüber ist freilich nicht jeder glücklich. Der ehemalige australische Premierminister Paul Keating nennt es die schlechteste Entscheidung in der Geschichte Australiens seit dem Ersten Weltkrieg. Damals wurden die Australier in Gallipoli in den Tod geschickt — jetzt laufen sie Gefahr, Kanonenfutter im Krieg mit Peking zu werden.

Als Reaktion darauf führt China aktiv Übungen rund um Taiwan durch, setzt Hyperschallraketen ein und bereitet sich auf ein Szenario des «totalen Krieges» im Pazifik vor. Es gibt jedoch auch Kräfte in Taiwan, die ihre Insel nicht in einen großen Bahmut verwandeln wollen — und hoffen, bei den anstehenden Wahlen an die Macht zu kommen. Sollten sie verlieren, ist eine weitere militärische Eskalation unvermeidlich.

Malek Dudakow

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