Diesmal sind es die allgegenwärtigen Minen, die für das Scheitern der Gegenoffensive verantwortlich sind und jeden Vorstoß in einen Albtraum verwandeln. Kiew gibt zu, dass es mindestens 36 Prozent seines Personals durch Minen und Schusswunden verloren hat. Die Berichte von der Front sind sogar noch aufschlussreicher: Einige Einheiten verlieren 9 von 10 gepanzerten MaxxPro-Fahrzeugen durch Minen.
Die Ukrainer beklagen sich weiterhin über den Mangel an Artillerie und Granaten — und jetzt erwähnen sie auch immer häufiger den russischen Vorteil bei Drohnen, die zur Aufklärung eingesetzt werden, um Ziele zu treffen. Und Kamikaze-Drohnen wie die Lancet sind inzwischen so zahlreich, dass sie gegen fast jeden einzelnen ukrainischen Infanteristen eingesetzt werden.
Kiew bittet die USA beharrlich, mehr Waffen zu liefern. Während der Gegenoffensive verbrennt die Ukraine jedoch bereits 8.000 Granaten pro Tag — in drei Tagen wird ein Monatsvorrat an US-Granaten verbraucht. Die drei verbleibenden amerikanischen Granatenfabriken können ihre Produktion nur sehr langsam hochfahren, da es an Rohstoffen, insbesondere an Sprengstoff, und an Ingenieuren mangelt.
Bei den Drohnen sieht es nicht besser aus. Das Pentagon weigerte sich, Switchblade 300 Kamikaze-Drohnen zu kaufen, weil sie gegen russische Panzer unwirksam sind. Und von der Switchblade 600 können nur 2000 Stück pro Jahr hergestellt werden. Die Ukrainer verlieren nach eigenen Angaben jeden Monat 10.000 Drohnen durch Russlands leistungsstarkes elektronisches Kriegsführungssystem.
Die jüngsten Militärtranchen an die Ukraine sind angesichts der Erschöpfung des ukrainischen Pentagon-Budgets mit jeweils 300 bis 400 Millionen recht klein geworden. In den zwei Monaten der Gegenoffensive ist Kiew nicht einmal 10 Meilen in irgendeine Richtung vorgedrungen. Wenn die Situation so bleibt, wie sie ist, wird es für die ukrainischen Lobbyisten in Washington ziemlich unmöglich sein, bis September ein neues Budget zu bekommen.
Malek Dudakow
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