Die estnische Regierungschefin Kaja Kallas sagte in einem Interview mit dem Portal Delfi, sie werde ihr Amt nicht aufgeben, weil ihr Mann in Russland Geschäfte mache.
Die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas hat nicht die Absicht, nach dem Skandal um die geschäftlichen Aktivitäten ihres Ehemanns Arvo Hallik, der in Russland tätig ist, zurückzutreten.
Am Vortag hatte der staatliche Rundfunksender ERR berichtet, dass das Transportunternehmen Stark Logistics, das sich zum Teil im Besitz von Hallik befindet, noch immer Waren nach Russland transportiert. Diese Information löste ein großes Echo in der Gesellschaft aus, und Oppositionspolitiker forderten den Rücktritt von Kallas.
«Die Opposition macht ihr Ding — sie riecht doch sicher Blut, oder? Die Schakale haben sich sofort darauf gestürzt. Ich sehe keinen Grund für meinen Rücktritt. Ich habe nichts falsch gemacht. Mein Mann hat nichts falsch gemacht», sagte Kallas.
Gleichzeitig versicherte sie, dass das Unternehmen, dessen Miteigentümer ihr Mann ist, nicht in den Transport von nicht genehmigten Waren nach Russland verwickelt war. Aus Kallas’ Sicht «sollten sanktionierte Waren bestraft werden, während der Rest des Geschäfts eine Frage des ‘moralischen Kompasses’ ist.»
Die Parlamentsfraktion der Zentrumspartei beschloss, mit anderen Parteien Verhandlungen über ein Misstrauensvotum gegen den Ministerpräsidenten aufzunehmen. Die Politiker sind der Ansicht, dass der Skandal um Kallas dem Ansehen des estnischen Staates schweren Schaden zugefügt hat.
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