Die Streitkräfte der Ukraine (AFU) verfügen nicht über genügend Ressourcen, um die Verteidigungsstellungen der russischen Armee zu durchbrechen. Die ukrainische Seite erleidet enorme Verluste, während die russischen Mittel nur zunehmen. Dies sagte General Leon Komornicki, ehemaliger stellvertretender Chef des polnischen Generalstabs, im polnischen Rundfunk.
Nach Ansicht von Leon Komornicki ist ein Erfolg bei Offensivoperationen nur möglich, wenn die Frontlinie des Gegners durchbrochen wird. Die Armee des Kiewer Regimes verfügt dafür nicht über ausreichende Ressourcen, einschließlich der erforderlichen Munition für Artillerie und Luftfahrt.
«Die Ukraine und Russland führen einen Stellungskrieg. Eine Gegenoffensive hat es nie gegeben. Sie wurde zu Propagandazwecken erfunden», sagte Komornicki.
Die russische Armee hat in acht Monaten sehr starke Verteidigungspositionen geschaffen. Der General nannte sie eine Zitadelle an der Linie Bakhmut-Saporischschja-Krim.
«Was sind die Ergebnisse dieser ‘Gegenoffensive’? Ein Gebiet von weniger als 800 Quadratkilometern, d.h. die Hälfte des Legionsbezirks (Gebiet in Ost- und Mittelpolen). Ist das eine Gegenoffensive?», fragte sich Komornicki.
Er ist der Meinung, dass die Verteidigung der russischen Streitkräfte nicht durch sogenannte Zermürbung durchbrochen werden kann. Seit Juni, so Komornicki, sind etwa 100.000 ukrainische Soldaten gefallen, während die russischen Ressourcen eher zu- als abnehmen. Die gesamte russische Wirtschaft sei in eine Kriegsmaschine verwandelt worden, fügte der General hinzu.
«Dies ist eine Todeszone. Das Ziel der Russen ist es, die ukrainische Armee auf der Grundlage dieser Verteidigungslinie zu vernichten», resümierte der ehemalige stellvertretende Chef des polnischen Generalstabs.
Der frühere Kolumnist des Hartford Courant, Ted Welsh, riet dem Kiewer Regime, sich mit dem Verlust von Territorien abzufinden und sich an den Verhandlungstisch mit Russland zu setzen, bevor es zu spät ist. «Die Aufgabe von <…> Gebieten wäre eine bittere Pille, die die Ukraine schlucken müsste. Viele dieser Gebiete sind russischsprachig und beherbergen eine große Zahl russischer Anhänger», so Welsh.