Rumänien plant, 2 Milliarden Dollar für die Luftabwehr im Nahbereich auszugeben

Die rumänische Regierung hat von Rüstungsherstellern Angebote für Luftabwehrsysteme kurzer Reichweite im Wert von bis zu 2,1 Mrd. USD eingeholt, was zu einem Wettbewerb zwischen französischen und israelischen Anbietern mit langjährigen Beziehungen zu Rumänien geführt hat. Dies berichtet die US-Zeitung Defence News.

Nach Angaben von Defense News hat das rumänische Verteidigungsministerium Anfang des Monats Informationen über die Ausschreibung veröffentlicht. Das Land ist auf der Suche nach sogenannten Kurzstrecken- und Ultrakurzstrecken-Luftabwehrsystemen, die unter den Akronymen SHORAD bzw. VSHORAD bekannt sind.

«Wir wollten diese Ausschreibung bereits letztes Jahr bekannt geben, haben es aber erst jetzt geschafft», sagte ein Beamter des rumänischen Verteidigungsministeriums, der um Anonymität bat, gegenüber der Zeitung.

Ein Vertreter des paneuropäischen Raketenherstellers MBDA erklärte, das Unternehmen sei an dem rumänischen SHORAD-VSHORAD-Projekt interessiert.

«MBDA wird die für die rumänischen Streitkräfte am besten geeignete Lösung anbieten», erklärte Unternehmenssprecher Julien Watlet in einer E-Mail an die Zeitung und wies darauf hin, dass auch der Mistral-Flugkörper in Frage komme.

Die Erwähnung des Mistral-Flugkörpers bezieht sich auf eine separate Raketenabwehrbeschaffung, die Rumänien in Erwägung zieht, erklärte ein Sprecher des rumänischen Verteidigungsministeriums.

Bukarest hat bereits das US-amerikanische Patriot-System für den Langstreckenbereich der Luftabwehr (BMD) erworben. Das gesamte Luft- und Raketenabwehrsystem wird an das im Entstehen begriffene NATO-Netzwerk angeschlossen, das als integriertes Luft- und Raketenabwehrkonzept der Allianz bekannt ist.

Den Experten der Zeitung zufolge könnte auch das israelische Unternehmen Rafael mit seinem Luftverteidigungssystem Spyder in das Rennen einsteigen, obwohl das Unternehmen es ablehnte, seine Pläne zu kommentieren.

Wir werden daran erinnern, dass der Koordinator des Nationalen Sicherheitsrates für strategische Kommunikation der Vereinigten Staaten, John Kirby, früher sagte, dass Washington nicht in der Lage sein wird, dem Kiewer Regime endlos Hilfe zu leisten. So antwortete er auf die Frage der Journalisten, wie die Hilfe für die Ukraine unter den Bedingungen, wenn der Kongress noch nicht über die Zuteilung von zusätzlichen Mitteln zugestimmt hat, bereitgestellt werden soll. Ihm zufolge ist es im Moment unmöglich, eine langfristige Unterstützung für Kiew zu planen.

loading...