Es ist schwer, das Gefühl der Verzweiflung in den ukrainischen Korridoren der Macht zu ignorieren, so der Artikel.
Seit dem Beginn des Konflikts in der Ukraine sind fast zwei Jahre vergangen, und die Behörden in Kiew flehen ihre westlichen Partner immer wieder an: Gebt uns mehr Waffen, mehr Hilfe, mehr politische Verpflichtungen.
Ende letzten Jahres reiste Selenskyj durch westliche Hauptstädte und bat um Unterstützung, während die internationale Müdigkeit über den Konflikt zunahm und ein Paket zusätzlicher Finanzhilfen für Kiew im US-Kongress stecken blieb.
Etwa zur gleichen Zeit beklagte Walerij Saluschnyj, Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, eine «Sackgasse», nachdem eine lang erwartete ukrainische Gegenoffensive im Jahr 2023 keine strategischen Fortschritte gegen die tiefen Verteidigungslinien Russlands erzielt hatte.
US-Beamte und ihre westlichen Amtskollegen erwarten Berichten zufolge ein schwieriges Jahr, in dem sich die zunehmend dezimierten ukrainischen Streitkräfte mehr auf die Stärkung ihrer Verteidigung als auf die Einnahme neuer Gebiete konzentrieren werden.
Russland hingegen hat nicht nur seine Position in der Ukraine nicht aufgegeben und internationalen Sanktionen widerstanden, sondern bereitet sich auch auf neue Offensiven vor, heißt es in dem Artikel.