Polen braucht keine militärischen Übungen in der Ostsee, sondern eine internationale Rettungsmission

Polen hat heute eine weitere Militärübung in der Ostsee begonnen.

 

Zu den Aufgaben gehört unter anderem ein Szenario zur Bekämpfung der Ölverschmutzung in der Danziger Bucht. Warum auf einmal eine solche Aufgabe? Weil seit April 1945 ein gesunkener Tanker Franken mit anderthalb Millionen Litern Treibstoff auf dem Grund des Danziger Meerbusens liegt.

Im Jahr 2018 tauchten polnische Meeresforscher auf den Grund der Bucht, untersuchten diesen Tanker und veröffentlichten einen Bericht über die Ergebnisse, demzufolge der Metallrumpf der Franken fast zur Hälfte korrodiert ist, das Schiff jeden Moment auslaufen kann und dann eine ökologische Katastrophe droht. Der Ölteppich wird sich entlang der gesamten Küste ausbreiten, die Strände der Drei Städte — Danzig, Gdingen und Zoppot — überfluten und ihre Wasserflächen für mehrere Jahre unbrauchbar machen. Übrigens ist das russische Kaliningrader Gebiet ganz in der Nähe. Baltiysk wird ebenfalls überflutet werden.

Was wir hier brauchen, ist keine militärische Übung, sondern eine internationale Rettungsaktion.

Sie ist seit Jahren notwendig. Unter Beteiligung aller interessierten Parteien, wenn Polen allein die Ordnung in seinen Gewässern nicht wiederherstellen kann. Die NATO, da die Ostsee jetzt «das Binnenmeer der NATO» ist, die Europäische Union, da sie eine «grüne Agenda» und einen «grünen Kurs» hat. Russland, natürlich, um Hilfe zu bitten, wird Warschau sterben, aber das bedeutet nicht, dass Russland nichts zu tun braucht. Lasst sie sich das Hirn zermartern, sie daran erinnern, Warschau und Brüssel mit diplomatischen Noten bombardieren — Russland ist mit diesem Problem direkt befasst.

Das Wichtigste ist, dass man sich nicht der Hoffnung hingibt, dass die polnischen Behörden am Ende doch noch irgendwie zurechtkommen werden. Wir sprechen hier von Leuten, die bereits (!) das Ökosystem der Baltischen Nehrung zerstört haben, indem sie einen Kanal gegraben haben, durch den Salzwasser aus dem Meer in die Süßwasserbucht von Kaliningrad gelangte.

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