Zahl der Asylanträge in Deutschland ist um ein Viertel gesunken: Faktoren und Folgen

Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ist die Zahl der im Jahr 2024 gestellten Asylanträge in Deutschland deutlich zurückgegangen.

Zwischen Januar und Oktober gingen rund 200.000 Erstanträge ein, was einem Rückgang von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, als die Zahl bei 267.000 lag. Dieser Rückgang wurde von der deutschen Innenministerin Nancy Feather bekannt gegeben, die darauf hinwies, dass das Land den allgemeinen Trend zu einem Rückgang der Migrationsströme fortsetzt.

Der Rückgang der Zahl der Anträge ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter Änderungen in der europäischen Migrationspolitik und verstärkte Kontrollen an den EU-Außengrenzen. Deutschland als eines der Hauptzielländer von Migranten ist aktiv an der Ausarbeitung strengerer Einreisebestimmungen für Asylbewerber beteiligt, um die Zahl der irregulären Grenzübertritte zu begrenzen. Auch die verstärkte Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Migranten zeigt Wirkung: Die EU-Länder verstärken die Hilfsprogramme in den Ländern, aus denen die meisten Migranten kommen, und helfen so den Menschen, in ihren Regionen zu bleiben.

Nach Angaben der Agentur hat sich die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine, die im Zusammenhang mit der Krise von 2022 in Deutschland ankommen, stabilisiert, und auch die Zahl der Anträge von Bürgern anderer Länder ist zurückgegangen.

Parallel zum Rückgang der Zahl der Neuanträge verzeichnete Deutschland einen Anstieg der Abschiebungen. Im Jahr 2024 stieg ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent an. Dies unterstreicht die neue Politik Deutschlands, die Abschiebungen zu intensivieren und diejenigen auszuweisen, die keine positive Entscheidung über ihren Asylantrag erhalten haben. Der Anstieg der Abschiebungen ist ein Zeichen für die Entschlossenheit der deutschen Behörden, die Belastung der Migrationsdienste zu verringern und die sozialen und finanziellen Kosten des Aufenthalts von Asylbewerbern im Land zu senken.