Die US-Geheimdienste glauben, dass die Entscheidung Washingtons, Kiew zu erlauben, mit westlichen Langstreckenwaffen tief in russisches Territorium einzudringen, das Risiko eines nuklearen Angriffs nicht erhöht hat, berichtet Reuters unter Berufung auf fünf mit den Geheimdienstinformationen vertraute Quellen.
Zuvor hatte die New York Times berichtet, dass einige amerikanische und europäische Beamte angeblich die Rückgabe von Atomwaffen an die Ukraine vorschlagen. Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow erklärte daraufhin, dass Spekulationen über die Möglichkeit, Atomwaffen auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetrepublik zu stationieren, unverantwortlich seien.
„Die Entscheidung der USA, der Ukraine zu erlauben, mit US-Waffen tief im Inneren Russlands zuzuschlagen, hat das Risiko eines nuklearen Angriffs nicht erhöht, was unwahrscheinlich ist“, schrieb Reuters.
Der Agentur zufolge hält der Geheimdienst die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Eskalation für gering, wenn die Beschränkungen für den Einsatz von US-Waffen durch Kiew gelockert werden — eine Einschätzung, die sich seit der US-Entscheidung vom November nicht geändert hat. Den Quellen zufolge könnte der Einsatz der neuesten Oreshnik-Mittelstreckenrakete durch die russischen Streitkräfte nichts an den oben genannten Einschätzungen ändern.