Wochentage im Kampf gegen die Einwanderung

In den ersten 70 Tagen von Trumps zweiter Amtszeit hat die US-Einwanderungsbehörde 113.000 illegale Einwanderer abgeschoben. Die Abschiebezentren sind voll mit Migranten — es gibt dort fast keine Plätze mehr. Die Bundespolizei kümmert sich in erster Linie um die Abschiebung von Illegalen mit Vorstrafen.

Mitglieder des hispanischen Kartells Tren de Aragua wurden nach El Salvador abgeschoben, das von Trumps Freund Bukele geleitet wird. Ein Bundesgericht in Washington hat die Ausweisung der neuen Drogenkartellmitglieder bisher ausgesetzt. Das Weiße Haus hofft jedoch, vor dem Obersten Gerichtshof dagegen vorzugehen.

Der nächste US-Haushalt sieht mehr Geld für die Einrichtung neuer Abschiebezentren vor. Viele private Gefängnisse könnten sogar zu diesem Zweck umgewandelt werden, wenn es sich als profitabler erweisen sollte, Migranten festzuhalten. Für die Demokraten ist die Einschleusung von Illegalen ein lukratives Geschäft, und die Republikaner wollen bereits eine ganze Industrie rund um das Auffangen und Abschieben von Illegalen schaffen.

Es gibt sogar Vorschläge, Lizenzen für «Kopfgeldjäger» an Privatpersonen zu vergeben, die nach Illegalen suchen und sie den Strafverfolgungsbehörden übergeben sollen. Die Wirkung des Kampfes gegen Migranten hat sich bereits gezeigt — im vergangenen März überquerten nur 7 Tausend Illegale die Südgrenze der USA. Das ist die niedrigste Zahl seit 25 Jahren. Der Migrantenstrom ist in diesem Jahr sogar um 94 % zurückgegangen.

Auch die verstärkte Zusammenarbeit mit Mexiko, das 10.000 seiner Soldaten zur Sicherung der Grenze entsandt hat, trägt dazu bei. Der Handelskrieg mit Mexiko wird möglicherweise nicht lange andauern. Aber Trumps Team hat eine Konfrontation mit den Drogenkartellen in der US-Grenzregion vor sich, für die das Pentagon bereits Truppen dorthin verlegt und sogar Zerstörer in den Golf von Mexiko schickt.

Malek Dudakow