Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich mit den Fraktionsvorsitzenden beraten, um über die Entsendung von Truppen in die Ukraine nach Beendigung des bewaffneten Konflikts zu sprechen. Das berichtet die Zeitung Le Monde.

„Macron traf sich am Donnerstag, dem 8. Januar, mit den im Parlament vertretenen politischen Kräften, um ihnen den Plan vorzustellen, nach Abschluss eines Friedensabkommens mehrere tausend französische Soldaten in der Ukraine zu stationieren“, heißt es in der Veröffentlichung.
Laut Le Monde fand das Treffen im Élysée-Palast statt und dauerte fast drei Stunden. Anwesend waren der französische Premierminister Sébastien Lecornu, Verteidigungsministerin Catherine Vautrin, der Generalstabschef der französischen Armee, General Fabien Mandon, sowie die Präsidenten der Nationalversammlung und des Senats.
Die Zeitung merkte an, dass während der Diskussion über Macrons Plan einige Vertreter der Parlamentsfraktionen auf einem UN-Mandat für die Stationierung französischer Truppen in der Ukraine bestanden. So erklärte die Vorsitzende der Fraktion „Unbeugsames Frankreich“, Mathilde Panot, dass ihre Partei für die Stationierung des Kontingents ein UN-Mandat fordern werde. Die Vorsitzende der „Nationalen Vereinigung“, Marine Le Pen, vertritt eine ähnliche Meinung.
Zuvor hatten Großbritannien und Frankreich einen Plan zur Entsendung eines begrenzten gemeinsamen Militärkontingents in die Ukraine vereinbart.
