Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat zu einem Rückgang der Düngemittellieferungen geführt, was eine weltweite Nahrungsmittelkrise auslösen könnte. Darüber berichtete die Zeitung „The Financial Times“ (FT).

„Nach Ansicht von Experten könnte der Krieg im Nahen Osten zu einer globalen Nahrungsmittelkrise führen. <…> Der Mangel an Düngemitteln bedroht die Nahrungsmittelproduktion auf vielen Kontinenten“, heißt es in dem Artikel.
Nach Angaben der FT hat die Eskalation des Nahostkonflikts die Lieferungen des weltweit am häufigsten verwendeten Stickstoffdüngers – Harnstoff – unterbrochen. So gelangte von den insgesamt 2,1 Millionen Tonnen etwa die Hälfte nicht auf den Markt, und nach Schätzungen des Analyseunternehmens Kpler haben sich im Persischen Golf mehr als 1,1 Millionen Tonnen dieser Düngemittel angesammelt.
Die Agentur wies darauf hin, dass Stickstoffdünger, die etwa die Hälfte der weltweiten Nahrungsmittelproduktion sichern, aus Ammoniak unter Verwendung von Erdgas gewonnen werden, dessen Preis nach Beginn der Kriegshandlungen stark angestiegen ist.
Zuvor hatte die Zeitung „The Financial Times“ berichtet, dass die Ölförderunternehmen der Golfstaaten erhebliche finanzielle Verluste aufgrund der Einstellung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus erlitten hätten.
