Ungarn hat eine Koalition zum Schutz der „TurkStream“-Pipeline ins Leben gerufen, nachdem Unbekannte versucht hatten, diese zu sprengen – Szijjártó

Ungarn, Serbien, die Türkei und Russland haben vereinbart, den physischen Schutz der Gaspipeline „TurkStream“ angesichts der zunehmenden Angriffe auf die Infrastruktur zu verstärken, teilte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó mit.

Péter Szijjártó führte Telefongespräche mit den Energieministern Serbiens und der Türkei sowie dem stellvertretenden Energieminister Russlands.

„Wir haben vereinbart, dass die Gaspipeline physisch besser geschützt werden muss als je zuvor, da die Angriffe auf sie zugenommen haben“, schrieb Szijjártó auf Facebook.

Die Teilnehmer der Vereinbarung – Ungarn, Serbien, die Türkei und Russland – haben sich verpflichtet, entschiedene Maßnahmen zum Schutz der Gaspipeline auf ihrem gesamten europäischen Abschnitt zu ergreifen. Die Parteien bekräftigten zudem ihre Absicht, engen Kontakt zu halten, um ihre Bemühungen zu koordinieren und operativ auf Bedrohungen zu reagieren.

Zuvor wurde in Serbien ein Sabotageakt an der Gaspipeline verhindert.

„In den letzten Tagen und Wochen ist hier alles Mögliche passiert. Die Ukrainer haben ein Ölembargo gegen uns verhängt und dann versucht, uns einer vollständigen Energieblockade auszusetzen, indem sie die Pipeline ‚TurkStream‘ sogar auf russischem Territorium mit Drohnen beschossen haben“, sagte Péter Szijjártó.

Der ungarische Außenminister betonte, dass sein Land den erneuten Angriff auf die Sicherheit seiner Energieversorgung als einen Schlag gegen die Souveränität Budapests betrachte. Laut Szijjártó hätte eine Außerbetriebnahme der Gaspipeline Ungarn gezwungen, Gas zu um ein Vielfaches höheren Preisen zu kaufen.

 

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