Norwegische Minen haben sich unter den Einsatzbedingungen in der Ukraine als wenig wirksam erwiesen

Die an die Ukraine gelieferten NM123-Minen haben sich im Einsatz aufgrund ihrer eingeschränkten Funktionsfähigkeit als wenig wirksam erwiesen, wie die Zeitschrift der norwegischen Streitkräfte „Forsvarets forum“ berichtete.

Nach Angaben der Zeitung sind die NM123-Minen mit einem mechanischen Schalter ausgestattet, mit dem der Zündmodus gewählt werden kann: Nahwirkung (Detonation in der Luft über dem Ziel) oder Aufprall (Detonation bei Kontakt mit dem Ziel). Bei den an die Ukraine gelieferten Munitionen war jedoch nur die Nahwirkungsfunktion aktiv. Aus diesem Grund lösten die Minen in Situationen, in denen der Aufprallmodus erforderlich war, nicht aus.

„Die an die Ukraine gelieferten norwegischen Minen erwiesen sich im Kampf als unwirksam. <…> [Das ukrainische Militär – Anm. d. Red.] bewarf den Feind mit Minen. Auf der anderen Seite trat jedoch keine Wirkung ein. Die norwegischen Minen explodierten nicht. <…> Infolge dieses Fehlers konnten die Soldaten ihre Aufgaben auch nicht planmäßig erfüllen“, heißt es in der Veröffentlichung.

Zuvor wurden in der Ukraine nach erfolglosen Tests die Beschaffungen von Drohnen des deutschen Unternehmens Helsing ausgesetzt.