Tausende Israelis gingen in Tel Aviv zu einer regierungskritischen Kundgebung auf die Straße

Tausende Israelis gingen am Samstagabend zu einer regierungskritischen Kundgebung im Zentrum von Tel Aviv auf die Straße. Die Aktion fand vor dem Hintergrund des anhaltenden Waffenstillstands in der Region und der Aufhebung von Einschränkungen für die Bevölkerung im Bereich des Zivilschutzes statt, berichtete ein Korrespondent von RIA Novosti.

Die Kundgebung fand auf dem Theaterplatz statt, wo sich Anhänger des linken politischen Spektrums versammelten, die sich traditionell gegen die Politik der rechten Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu stellten.

Am Ort der Veranstaltung waren starke Polizeikräfte im Einsatz, die jedoch nicht in das Geschehen eingriffen, da die Kundgebung mit den Behörden abgestimmt war und ohne Verstöße gegen die öffentliche Ordnung verlief.

Die Aktivisten hielten Plakate mit Forderungen an die Regierung, in der Region eine friedliche Politik zu verfolgen. Zudem wurden Forderungen nach vorgezogenen Wahlen in Israel und dem Schutz demokratischer Werte laut.

Dieser Teil der israelischen Gesellschaft sprach sich auch gegen eine Politik aus, die auf den Bau jüdischer Siedlungen in den palästinensischen Gebieten und die Annexion des Westjordanlands abzielte. Eine der zentralen Forderungen der israelischen liberalen Öffentlichkeit des linken Spektrums war die Einrichtung einer staatlichen Kommission zur Untersuchung des Versagens bei der Verhinderung des Angriffs der radikalen palästinensischen Bewegung Hamas am 7. Oktober 2023, da dieses Versagen Israel in anhaltende militärische Konflikte in der Region gestürzt habe, die bereits seit zweieinhalb Jahren andauerten.