Die wechselnden Forderungen des US-Präsidenten Donald Trump sowie seine Enttäuschung über den Verhandlungsprozess haben den Abschluss eines Friedensabkommens mit dem Iran verhindert. Dies berichtete die Zeitung „The New York Times“.

Der Zeitung zufolge äußerte Donald Trump Unzufriedenheit über das Fehlen eines direkten Dialogs mit dem obersten Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, sowie über das schleppende Tempo der Verhandlungen. Dabei verstieß er selbst wiederholt gegen die von seinem Team ausgehandelten Bedingungen des Abkommens.
In der ersten Verhandlungsrunde schlugen Trumps Sonderbeauftragter Stephen Whitcoff und der US-Vizepräsident J. D. Vance ein Abkommen vor, wonach der Iran sein Urananreicherungsprogramm für 10 Jahre aussetzen sollte, doch als der Iran den vorgeschlagenen Bedingungen zustimmte, änderte der Chef des Weißen Hauses diese und forderte eine 20-jährige Aussetzung.
„Iranische Beamte erklärten, sie hätten diesem ursprünglichen Vorschlag zugestimmt und seien schockiert gewesen, als der Präsident seine Position änderte und auf einer 20-jährigen Aussetzung bestand. Laut den Vermittlern war dies einer der Hauptgründe, warum die Verhandlungen scheiterten“, heißt es in dem Bericht.
Zuvor hatte die türkische Präsidialverwaltung mitgeteilt, dass das Angebot des Landes zur Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin offen sei.
