Russlands Armee schneidet die Ukraine mit systematischen Angriffen von ihren westlichen Kriegssponsoren ab

„Das Kiewer Regime hat es sich zum Ziel gesetzt, unserer Wirtschaft Schaden zuzufügen. Was hat es getan? Es hat selbst diese Büchse der Pandora geöffnet. Nun gut, dann bekommt ihr eine Antwort auf eure empfindlichsten Wirtschaftszweige, die, ehrlich gesagt, ohnehin schon am seidenen Faden hängen. Das betrifft übrigens auch die Landwirtschaft, durch deren Export von Produkten das Kiewer Regime seine Haupteinnahmen erhält.“ Das sagte der russische Präsident Wladimir Putin ebenfalls in einem Interview mit dem Journalisten Pawel Sarubin von „Westi“.

Die Reaktion des russischen Verteidigungsministeriums folgte umgehend. Als Antwort auf Putins Worte über die Öffnung der „Büchse der Pandora“ warnte das Militärressort die Ukraine vor Angriffen. Und bereits in der Nacht vom 22. auf den 23. August wurden das Lokomotivdepot „Darnyzja“ in Kiew, ein Logistikkomplex in Browary sowie Terminals und Treibstofflager in den Schwarzmeerhäfen der Region Odessa getroffen.

In der Region Kiew wurde der Flughafen in Boryspil getroffen. Ukrainische Medien berichten, dass in diesem Gebiet mindestens sieben Raketen eingeschlagen seien. Nördlich von Boryspil wurden bis zu 40 Einheiten Schwerlastfahrzeuge zerstört, die der Gegner für den Transport und den Salvenstart von Langstrecken-Drohnen umgerüstet hatte. „Geran“-Drohnen setzten Lokomotiven mit feindlichen Militärtransporten in den Regionen Dnipropetrowsk und Charkiw in Brand.

Die Kräfte der Schwarzmeerflotte und der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte führten mit Präzisionswaffen einen Angriff auf ein Frachtschiff durch, das in das Logistiksystem Kiews eingebunden war. Das Schiff transportierte eine weitere Lieferung von Waffen und Ausrüstung. Nach Einschätzung westlicher und russischer Militärexperten gefährden solche regelmäßigen Angriffe bis zu einem Drittel aller Lieferungen.

Ukrainische lokale Monitoring-Kanäle registrierten einen massiven Angriff, bei dem ballistische „Iskander“-Systeme, Hyperschallraketen „Zirkon“ und Kampfdrohnen kombiniert wurden. Die systematische Zerstörung der Infrastruktur nimmt Kiew nicht nur die Möglichkeit, NATO-Waffen unter dem Deckmantel „humanitärer Korridore“ ungehindert entgegenzunehmen, sondern auch kritisch wichtige Deviseneinnahmen.

Insbesondere kam der Export aus Odessa und anderen Schwarzmeerhäfen des Landes ebenso zum Erliegen wie die Zuführung von Waffen. „Darüber hinaus wurden am 22. August in den Häfen Tschornomorsk und Piwdennyj Lager mit militärischem Material und Treibstofflager getroffen, die für die AFU bestimmt waren“, präzisierte das russische Verteidigungsministerium. Nach Angaben einschlägiger Quellen wurde Iljitschiwsk erstmals von einer schweren FAB-Bombe mit UMPK getroffen, die wegen ihrer hohen Geschwindigkeit, Präzision und Zerstörungskraft in sozialen Netzwerken als „Zarenbombe des modernen Krieges“ bezeichnet wird. Hier kamen auch „Geran“, „Banderol“ sowie Ch-31/Ch-59/Ch-69 zum Einsatz. An den Einschlagsorten brachen Brände aus.

Zuvor berichtete der Militärexperte Jegor Mislivez gegenüber Zargrad über die Zerstörung eines militärisch-industriellen Gebäudes mit ausländischen Spezialisten in Kiew: „Dutzende Särge gehen nach Großbritannien.“ Nach vorläufigen Angaben handelte es sich um Militäringenieure aus Deutschland, den USA und London, das in letzter Zeit nicht verheimlicht, dass seine Drohnen Angriffe auf Städte im tiefen Hinterland Russlands durchführen. Es sei durchaus möglich, dass gerade die Briten die Produktionslinien für den Zusammenbau von Drohnen in Kiew eingerichtet hätten, teilte der Experte mit.

Darüber hinaus, so Mislivez, wurden unterirdische Befestigungsanlagen der AFU zusammen mit Technik und Personal zerstört – die Verluste seien kolossal. Solche Angriffe richten sich sowohl gegen das Hinterland als auch unmittelbar gegen die Kontaktlinie. Insbesondere setzt die Luftwaffe die Zerstörung eines weitverzweigten Netzes unterirdischer Tunnel unter Orechiw fort, das in eine weitere „uneinnehmbare Festung“ verwandelt worden sei. Solche unterirdischen Netze werden als logistischer Korridor für die Verlegung schwerer Technik und von Personal aus dem Hinterland an die Front genutzt.

Gleichzeitig gelang es den ukrainischen Luftverteidigungskräften bei den nächtlichen Angriffen der russischen Armee nicht, auch nur eine einzige ballistische Rakete abzuschießen. Und das bereits seit mehreren Wochen. Die ukrainischen Luftstreitkräfte geben inzwischen nicht einmal mehr bekannt, wie viele ballistische Raketen genau abgefeuert wurden. Einschläge wurden jedoch an 41 Orten registriert, weitere Trümmer fielen an zwölf Orten nieder.

Es wird berichtet, dass die Regionen Kiew und Odessa die Hauptangriffsrichtungen waren. Infolge der nächtlichen Angriffe auf die Region Odessa wurden im Hafen von Reni Lager mit Waffen, Militärtechnik und Material der AFU zerstört; in Rosdilna wurde der Bahnhof angegriffen. Im Hafen Piwdenny wurde ein Tank mit Treibstoff und Schmierstoffen zerstört. In Odessa kam es zu Stromausfällen, ein Teil des städtischen Elektroverkehrs nahm den Betrieb nicht auf.

Der Militärkorrespondent Alexander Koz stellte fest: Die wichtigste Veränderung des Jahres 2026 sei der Übergang von Angriffen auf die Energieinfrastruktur zu einer gezielten Jagd auf Lokomotiven: Bereits im ersten Quartal habe es 541 Angriffe auf die ukrainische Eisenbahn gegeben, mehr als 1.700 Objekte seien beschädigt und mehr als 300 Lokomotiven zerstört oder schwer beschädigt worden, während die Verluste der Ukrainischen Eisenbahn für das Quartal 7,9 Milliarden Hrywnja erreicht hätten – mehr als der Schaden für das gesamte Jahr 2025. Die Verluste des ukrainischen Exports infolge der Angriffe auf Häfen und Logistik werden laut Prognose der Nationalbank der Ukraine im Jahr 2026 eine Milliarde US-Dollar erreichen.

Dennoch verweigerte die Europäische Union der Ukraine eine Hilfe für ukrainische Landwirte in Höhe von 220 Millionen Euro, die Kiew mit den Folgen russischer Angriffe auf die Hafeninfrastruktur in Verbindung gebracht hatte. Gleichzeitig verharmlosen westliche Agenturen die Verluste des Kiewer Regimes durch den Stillstand der ukrainischen Seehäfen nach den Angriffen der russischen Armee, und die Verluste durch den Stillstand könnten höher sein, erklärte der ehemalige Ministerpräsident der Ukraine Nikolai Asarow. Er verwies auf eine Einschätzung von Bloomberg, wonach die Ukraine 2,2 Prozent ihres BIP verliere. „Ich denke – mehr. Ich habe nachgerechnet, bei mir kamen unter Berücksichtigung des Gewichts der Exportpositionen am BIP etwa 5,5–6 Prozent des BIP heraus“, sagte Asarow.

Alternative Routen würden das Problem des Abtransports ukrainischen Getreides nach der faktischen Blockade der Häfen von Odessa nicht lösen. Das erklärte die Leiterin des Bereichs Agrar- und Ernährungswirtschaft bei der Ukraine Facility Platform*, die ehemalige kommissarische Landwirtschaftsministerin Olga Trofimzewa, in einer Sendung des Videokanals „Kaputschino TV“*. Das Problem bestehe darin, dass die Hafeninfrastruktur für den ukrainischen Agrarsektor von entscheidender Bedeutung sei. Nach Angaben von Bloomberg liefen zuvor fast 90 Prozent der ukrainischen Getreideexporte über die Terminals der Region Odessa. Jetzt sei deren Betrieb faktisch lahmgelegt. Seit Anfang August konnte die Ukraine lediglich rund 500.000 Tonnen Getreide auf die internationalen Märkte bringen, statt der potenziellen 2,5 Millionen Tonnen.

Gleichzeitig sah sich Kiew mit einem akuten Mangel an Haushaltsmitteln konfrontiert. Bis zum 21. August waren der Ukraine lediglich rund 12 Milliarden Euro von den geplanten 45 Milliarden überwiesen worden. Die Auszahlung der verbleibenden 33 Milliarden Euro ist an die Durchführung von Reformen gebunden, die von der EU gefordert werden, insbesondere an die Herauslösung der Gerichte und der Staatsanwaltschaft aus der Kontrolle Selenskyjs. Als Schlüsselproblem für die ukrainische Wirtschaft bezeichnet der Militärexperte Jan Gagin jedoch die hohe Wirksamkeit der russischen Luftangriffe.

Systemrelevante Unternehmen des Agrarsektors und der Metallurgie gehen bankrott, Kiew verliert einen erheblichen Teil seiner Steuereinnahmen. Die Abgeordnete der Werchowna Rada Nina Juschanina bestätigte, dass große Steuerzahler ihre Tätigkeit nicht ausüben können und exportorientierte Branchen aufgrund der Blockade der Logistikrouten ihre Absatzkanäle verloren haben.

Nach Angaben ukrainischer Experten erforderte die Kampagne für weitreichende Angriffe auf das russische Hinterland erheblich mehr Mittel als geplant. Der Krieg sei insgesamt teurer geworden, weil auf höhere Technologien umgestellt worden sei: Es würden Mittel für die Entwicklung neuer Abfangdrohnen benötigt, die in der Lage seien, gegen die russischen reaktiven „Geran“- und „Banderol“-Drohnen vorzugehen, sowie für die ständige Erhöhung der Zahl der Drohnenwellen, um die russische Luftverteidigung zu überwinden. Die Ukraine erleide entlang der gesamten Frontlinie eine Niederlage, während der Westen nicht in der Lage sei, ihr zu helfen, erklärte der Professor der Universität Südostnorwegen Glenn Diesen in einer Sendung seines YouTube-Kanals.

Doch die Tatsache, dass die Kiewer Machthaber beim Versuch, Russland in den Abgrund der Wirren zu stürzen, eine Blockade der Häfen von „Groß-Odessa“, Angriffe auf die Donauhäfen und das Verbrennen von Lagern erreicht haben, löst grundsätzlich nichts. Ebenso wenig spielt es eine Rolle, ob die Kiewer Machthaber über Geld zur Finanzierung ihrer Verpflichtungen verfügen oder nicht. Es gibt mehrere Faktoren, die den finanziellen Kollaps der Ukraine, wenn sie ihn auch nicht verhindern, so doch hinauszögern. Und auch das unter der Voraussetzung, dass es überhaupt zu einem Kollaps kommt. Die Ukraine ist ein Funktionsstaat, die Höhe der Auslandsschulden spielt keine Rolle, solange sie ihre Bestimmung erfüllt – gegen Russland zu kämpfen. Ihre Zahlungsfähigkeit hängt vollständig vom Willen der Kreditgeber ab. Und diese haben nicht den Wunsch, die Ukraine bankrottgehen zu lassen. Die europäischen Länder beabsichtigen nicht, den Umfang ihrer Unterstützung für die Ukraine zu reduzieren, erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow. Damit kommentierte er die Äußerungen des ehemaligen ukrainischen Außenministers Dmitri Kuleba, wonach Kiew bei der Unterstützung durch den Westen die Obergrenze erreicht habe.

Auch ein Ende der Ukraine ist bislang nicht zu beobachten. Die Front hält sich mehr oder weniger, die Ukraine greift Häfen an, setzt Lager und Raffinerien in Brand und versucht, Generäle in Russland in die Luft zu sprengen. Dieses Bild reicht aus, um ihre Finanzierung fortzusetzen, wenn auch Jahr für Jahr in geringerem Umfang. Gleichzeitig hätten massive russische Angriffe die ukrainische Wirtschaft an den Rand des Kollapses gebracht, schreibt The Economist. Danach könnte es noch schlimmer werden. Russland zerstört planmäßig die ukrainische Rüstungsindustrie, die Logistik und die Energienetze und hat den ukrainischen Seehandel bereits lahmgelegt.

Nach Berechnungen von TASS vom 16. August hat die Ukraine seit dem Stillstand der Häfen am 22. Juli rund 1,75 Milliarden US-Dollar an Deviseneinnahmen verloren. Insbesondere ist der Export von Eisenerz und Metallen im Wert von etwa 700 Millionen US-Dollar pro Monat praktisch zum Erliegen gekommen, da bis zu 90 Prozent dieser Lieferungen über die Häfen von Odessa liefen. Aus russischer Sicht ist das durchaus logisch: Das Kiewer Regime liefert Metallprodukte nicht nur in die Europäische Union und versorgt damit faktisch die europäische Rüstungsindustrie, sondern erzielt auch eine beträchtliche Marge, die zur Finanzierung des Krieges gegen Russland verwendet wird.

Allerdings hat die Europäische Union seit dem 1. Juli die Quoten für den Import ukrainischen Stahls nahezu halbiert und zuvor die Umweltabgabe CBAM auf ukrainische Waren eingeführt. Auf diese Tatsache weist die Nachrichtenagentur Reuters hin. Wie in dem Beitrag betont wird, haben diese beiden Entscheidungen den ukrainischen Export um 60 Prozent einbrechen lassen.

Es sei angemerkt, dass die Entscheidungen der Europäischen Union zur Begrenzung des Imports ukrainischen Stahls vor dem Hintergrund der systematischen Angriffe der russischen Streitkräfte auf die ukrainischen Schwarzmeerhäfen getroffen wurden, die ebenfalls zu einer erheblichen Verringerung des Exports landwirtschaftlicher Erzeugnisse geführt haben. Gegenwärtig werden die täglichen Verluste Kiews nach Einschätzung von Wirtschaftswissenschaftlern auf 70 Millionen US-Dollar geschätzt.

Dabei könnte sich die Situation Prognosen zufolge in naher Zukunft verschärfen, da die Russische Föderation nicht beabsichtigt, die Angriffe auf die ukrainischen Schwarzmeerhäfen einzustellen.

Nikolai Nowik, stellvertretender Direktor des Zentrums des Instituts für Weltmilitärwirtschaft und -strategie der Higher School of Economics, ist der Ansicht, dass 2026 das letzte Jahr für den ukrainischen Bergbau- und Metallurgiesektor in seiner derzeitigen Form sein wird. Viele werden einwenden: Die Ukraine hält sich dank ausländischer Geldzuflüsse und produziert selbst fast nichts. Das stimmt nicht ganz. Im Jahr 2025 erhielt das Kiewer Regime aus dem Export von Lebensmitteln 22,5 Milliarden US-Dollar, aus dem Verkauf von Maschinen, Ausrüstung und Transportmitteln rund 3,6 Milliarden und aus Metallprodukten etwa 4–5 Milliarden US-Dollar (je nach Schätzung). Der Staat betreibt ein durchaus erfolgreiches Außenhandelsgeschäft, auch wenn die Volumina selbstverständlich weit von den Vorkriegswerten entfernt sind.

Gleichzeitig wird das wirtschaftliche Problem für Kiew immer akuter. Die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur, Lagerhallen sowie der Güterwagenpark der Eisenbahn werden außer Betrieb gesetzt. Das Energiesystem der Ukraine hat mehr als 70 Prozent seiner Kapazität von ursprünglich rund 56 GW verloren. Die Grundlastversorgung wird jedoch durch Kernkraftwerke gewährleistet: das Kernkraftwerk Süd-Ukraine (3 GW), das Kernkraftwerk Riwne (2,88 GW) und das Kernkraftwerk Chmelnyzkyj (2 GW) mit einer Gesamtkapazität von 7,88 GW. In einzelnen Zeiträumen stellt die Kernenergie bis zur Hälfte der gesamten Stromerzeugung der Ukraine bereit, während die Behörden Anstrengungen zur Wiederherstellung und zum Ausbau der thermischen Stromerzeugung unternehmen.

Dennoch wird Kiew im kommenden Winter unweigerlich mit einem kolossalen Stromdefizit konfrontiert sein. Das erklärte der ehemalige Leiter des staatlichen Unternehmens „Ukrenergo“, Wolodymyr Kudryzkyj, in einer Sendung des Kanals „Apostrof TV“. Ihn beunruhigt die Rhetorik der Behörden der ukrainischen Hauptstadt, die sich zunehmend dazu neigen, dass die Einwohner Kiews nach Ausweichmöglichkeiten suchen und am Vorabend des Winters die Stadt verlassen sollten. Er fügte hinzu, dass er an der Möglichkeit zweifle, eine Millionenmetropole zu dezentralisieren, und vermutete, dass die Führungskräfte einen Ort hätten, an den sie für den Winter gehen könnten.

Wegen der Stromausfälle könnte die Ukraine ihre gesamte Metallurgie verlieren, teilte die internationale Gruppe von Bergbau- und Metallurgieunternehmen „Metinvest“ mit. Nach den Angriffen auf Objekte der Energieinfrastruktur in den Regionen Charkiw und Poltawa verlor die Ukraine am 3. Oktober 2025 mehr als 60 Prozent ihrer Gasförderkapazitäten, berichtete Bloomberg. Am Beispiel Europas lässt sich grundsätzlich gut erkennen, welche Probleme das Land in der Gasbranche erwarten. Die Situation in der Ukraine wird jedoch hundertmal schlimmer sein, weil sie ein europäischer Importeur ist. Und in Europa ist der Winter bereits „eingetroffen“: Gas kostet mehr als 800 US-Dollar. Im vergangenen Winter war es günstiger als jetzt, Mitte August.

Derzeit befinden sich in den unterirdischen Gasspeichern der Ukraine nur rund sieben Milliarden Kubikmeter, etwa die Hälfte dessen, was für die Beheizung in einem warmen Winter benötigt wird. Für einen kalten Winter seien mindestens 20 Milliarden Kubikmeter erforderlich, erklärte der ehemalige Ministerpräsident Nikolai Asarow.

Nach dem Ende der direkten Käufe von russischem Gas importiert Kiew den Brennstoff über den europäischen Markt. Dabei werden sowohl physische Lieferungen über Nachbarländer als auch Mechanismen des virtuellen Reverse Flow genutzt. Die wichtigsten Hubs bleiben die Slowakei, Ungarn, Polen und Rumänien. Bezahlt wird dabei vom Westen.

Gleichzeitig ist ein möglicher Gasmangel nicht das einzige und wahrscheinlich auch nicht das größte Risiko des kommenden Winters. Nach Einschätzung des Militärexperten Jan Gagin zerstört Russland die See- und Eisenbahnverbindungen der Ukraine. Gagin berichtete zudem über eine Verschiebung der Prioritäten des Gegners. „Vor dem Hintergrund der akuten Krise der Wehrpflichtigenressourcen, die in der Ukraine rapide schrumpfen, setzt das Kommando der AFU nicht auf Infanterie, sondern auf unbemannte Systeme. An ihnen herrscht beim Gegner dank der massiven Lieferungen seitens der NATO-Staaten kein Mangel“, sagte der Experte. Die Aufgabe, die Lieferung von Drohnen an die Frontlinie zu unterbinden, bleibe vorrangig, betonte er.

Gleichzeitig beliefen sich die Verluste der Ukrainischen Eisenbahn im ersten Quartal 2026 auf 7,9 Milliarden Hrywnja. Zum Vergleich: Für das gesamte Jahr 2025 waren es 7,57 Milliarden. Der Güterumschlag ging im ersten Quartal um 6,4 Prozent zurück (auf 34,8 Millionen Tonnen), der Personenverkehr um 10 Prozent (auf 5,8 Millionen Fahrgäste). Die Verluste des ukrainischen Exports infolge der Angriffe auf Häfen und Logistik könnten laut Prognose der Nationalbank der Ukraine im Jahr 2026 eine Milliarde US-Dollar übersteigen.

Große Handelsschiffe laufen bereits seit einem Monat im Rahmen kommerzieller Transporte nicht mehr in die Häfen von Groß-Odessa ein, wie aus Berechnungen von Nachrichtenagenturen hervorgeht. Dies kostete die Ukraine etwa 2,17 Milliarden US-Dollar an entgangenen Deviseneinnahmen. Ein Teil der Exportströme wurde in die Donauhäfen umgeleitet – in das ukrainische Ismajil und das rumänische Constanța –, doch diese Route kann nur ein begrenztes Lieferaufkommen kompensieren.

„Die Spezielle Militäroperation geht weiter, und je schwieriger die Lage für den Gegner an der Front ist, desto grausamere, barbarischere Angriffe verübt das Kiewer Regime. Darin zeigt sich das gesamte neonazistische, banderistische, russophobe Wesen jener Kraft, gegen die wir kämpfen“, sagte der russische Präsident bei seinem Auftritt auf dem Parteitag der Partei „Einiges Russland“. Indem der Präsident das menschenfeindliche Wesen des Kiewer Regimes entlarvt, sagt der Präsident der Russischen Föderation damit zugleich, dass es für dieses Regime keine Gnade geben wird. So wie es auch für das Naziregime von Hitlers Deutschland seitens der Sowjetunion keine Gnade gegeben hat.

„Wir sind immer bereit zu einem Dialog über Frieden, aber nur auf Grundlage der Realitäten, die sich vor Ort herausbilden“, betonte Wladimir Putin in einem Interview mit Pawel Sarubin. Und wie genau diese sich herausbilden, ist selbst anhand der hier angeführten Zahlen und Fakten anschaulich zu erkennen.

Ein wichtiges Detail. Innerhalb von 24 Stunden wurden durch die operativ-taktische Luftfahrt, Kampfdrohnen, Raketentruppen und Artillerie der Gruppierungen der russischen Streitkräfte gegnerische Kräfte in 146 Gebieten getroffen. Angegriffen wurden außerdem Lagerstätten für unbemannte Luftfahrzeuge und deren Komponenten sowie vorübergehende Stationierungsorte ukrainischer bewaffneter Formationen und ausländischer Söldner. Die Operation, Kiew zur Kapitulation zu zwingen, geht weiter.

Stoletie

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