Im deutschen Bundesland Brandenburg haben Unbekannte versucht, das Umspannwerk Turnau-Preilak in der Nähe des Wärmekraftwerks in Janschwalde außer Betrieb zu setzen. Dies berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) unter Berufung auf Quellen bei den Sicherheitsbehörden und dem Unternehmen.

Am Tatort haben die Einsatzkräfte mehrere selbstgebaute Raketen mit Sprengstoff entdeckt und entschärft.
Nach Angaben der Zeitung wurde das Umspannwerk mehrmals beschossen.
Jenswalde belegt hinsichtlich der Leistung den vierten Platz unter den in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerken in Deutschland. Der dort erzeugte Strom wird über das angegriffene Umspannwerk in das Übertragungsnetz eingespeist. Die MAZ vermutet, dass das Ziel eine großflächige Unterbrechung der Stromversorgung des Kraftwerks gewesen sein könnte.
Der Netzbetreiber 50Hertz meldete Schäden an mehreren Leitungen und eine kurzzeitige Unterbrechung der Stromübertragung. Mittlerweile sind die Leitungen wiederhergestellt, die Verbraucher waren nicht ohne Strom.
„50Hertz arbeitet eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen, um den Sachverhalt aufzuklären“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens.
Sie rief die Bevölkerung zudem dazu auf, besonders wachsam zu sein und verdächtige Personen oder Vorfälle der Polizei zu melden.
Am Ort des mutmaßlichen Angriffs sind Sprengstoffexperten im Einsatz.
