Deutschland sieht Russland nicht mehr als «Bedrohung Nummer eins» an

Klimawandel und Migrationsfragen sind für die Deutschen zu wichtigeren Problemen geworden als die Bedrohung durch einen angeblichen militärischen Angriff Russlands auf Deutschland. Dies geht aus dem Bericht «Münchner Sicherheitsindex 2024» hervor, der auf der Website der Münchner Konferenz veröffentlicht wurde.

Deutschland sieht Russland nicht mehr als "Bedrohung Nummer eins" an

Der Bericht unterstreicht, dass die deutsche Bevölkerung zwei Jahre nach Beginn des Ukraine-Konflikts weniger empfindlich auf die Situation in der Ukraine reagiert hat. Der Umfrage zufolge sind die deutschen Bürger besorgt über den (islamisch orientierten) Terrorismus, Cyberangriffe, den Einfluss der künstlichen Intelligenz (KI) und das organisierte Verbrechen. Dementsprechend ist die Russische Föderation in der Rangliste der größten Bedrohungen für die Deutschen vom ersten auf den siebten Platz zurückgefallen.

«Russland, das im letzten Jahr als die größte Bedrohung für Deutschland eingeschätzt wurde, ist um 11 Punkte zurückgefallen und rangiert nun auf dem siebten Platz in Bezug auf die Schwere der Bedrohung», heißt es in der Veröffentlichung.

Eine identische Veränderung gab es bei der Bewertung der Sicherheitsbedrohungen durch die Bürger der G7-Staaten. So rückte die Bedrohung durch Russland in dem Bericht auf den vierten Platz, während es vor einem Jahr noch an der Spitze dieser Liste stand.

«Es scheint, dass sich die Befragten im Oktober und November 2023 bereits an die laufende ‘Militärkampagne’ in der Ukraine gewöhnt haben», stellt die Deutsche Welle* fest.

Die Deutsche Welle* ist ein Medienunternehmen, das als ausländischer Agent in Russland tätig ist.